Die Zukunft...

Keine Serien, keine Filme und keine Fernsehthemen? Dann bist du im Off-Topic genau richtig. Hier kannst du über Themen diskutieren, die in keine andere Rubrik passen.
Benutzeravatar
MartyMcFly
Verifiziert
SERIENGEEK
SERIENGEEK
Beiträge: 1774
Registriert: So 23. Mär 2003, 22:03
Wohnort: Oberösterreich
Danksagung erhalten: 2 Mal

Die Zukunft...

Beitrag von MartyMcFly »

...wie sieht Sie aus?
Wie stellt ihr euch die ferne Zukunft vor?
Wir schreiben das Jahr 2014...bald 2015..."unglaublich" eigentlich.
Dieser Thread soll für unsere "Gedanken zur Zukunft" bereitstehen.
Wie sieht die Welt in ferner Zukunft aus? In 100 Jahren, 300 Jahren, 500 Jahren? oder auch über die nicht allzuferne Zukunft können wir diskutieren. Die Welt als "großes ganzes", aber auch über die Welt im Kleinen.
Ihr habt sicher auch, ab und an, den Wunsch zu erfahren, wie die Welt, wie die Menschheit in der Zukunft, sagen wir in 300 Jahren aussieht? In Gesellschaft, Umwelt, Technologie, Gesundheit, Klima, Künstliche Intelligenz, Raumfahrt, usw...?

Wir werden es alle nicht erleben. Solche Gedanken zur Zukunft und die Tatsache, dass ich es -zumindest in diesem Leben- nie erfahren werde, wie die Menschheit in (ferner) Zukunft existiert, begleiten mich mit Gänsehaut und mit einem "Schauer über den Rücken". Für diese Menschen der Zukunft wird es die ganz normale Realität sein, so wie die heutige Realität auch für uns ganz normal ist und wie es auch für die Bevölkerung im zB 16. oder 17. Jahrhundert der Fall war. Würden diese Menschen in die heutige Gegenwart transferiert werden, so würden sie vom Staunen garnicht mehr wegkommen. Genauso würde es uns gehen, wenn wir ein paar hundert Jahre in die Zukunft reisen würden.
Soweit in die Zukunft blicken ist natürlich reine Spekulation, aber dennoch sehr interessant, sich dem mal hinzugeben. Denn astronomisch gesehen ist das ein mickriger Zeitraum, für die Menschen aber ein großer. Ich bin ja ein Optimist und ich hoffe die Menschheit der Zukunft hat es geschafft sich zu "beherrschen" und all die Herausforderungen gemeistert, die es zu bewältigen galt und allesamt in Frieden und Toleranz leben und der Hunger und die Ungerechtigkeit besiegt worden ist. Kurz gesagt, ihre Intelligenz bestätigt hat und diese sie in die richtige Richtung geleitet hat. Es muss kein Utopia sein, aber einen ordentlichen Schritt zum Utopia würde ich mir wünschen.
Interessant wird, wie sich die Technologie entwickelt, wir haben vieles gehört, was in der Zukunft möglich sein wird, vieles scheint unglaublich, einiges jagt uns Angst ein. Wir können über diese und jene Zukunftstechnologie gerne diskutieren. Wie weit greift die Technologie in unsere Gesundheit ein, in unserem Körper, hilft sie uns länger zu leben, "besser" zu leben. Welche Gefahren könnte es geben?

Ich mache jetzt noch einen Sprung "in die Zukunft der Vergangenheit":
Ich erzähle das mal von meiner persönlichen Sicht. Ich kann mich noch Anfang der 90er Jahre über Gespräche über das Jahr 2000+ erinnern, das noch sehr weit entfernt schien. Auch mein Vater machte sich gerne Vorstellungen darüber und als Kind hört man da aufmerksam zu.
Das Jahr 2000 war irgendwie "magisch", es schien fast so, als würde sich ab dem Jahr 2000 "alles ändern", "die Zukunft" würde beginnen, etc... Zumindest träumte man davon.

- In den 70er Jahren, nach den erfolgreichen Apollo Flügen ,gabs auch viel Enthusiasmus, dass man es bis zum Jahr 2000 sogar auf den Mars schafft. Nach den erfolgreichen Mondlandungen und der Euphorie war das ganz klar, dass man gleich den nächsten Schritt ins Visier nimmt. Wie es dann gekommen ist, wissen wir alle. Heute sind wir noch immer mindestens 20 Jahre davon entfernt. (Abgesehen von der Privataktion "MarsOne", die in bereits 10 Jahren Menschen ohne Wiederkehr für eine Kolonisierung auf den Mars schicken wollen. Ob das was wird, ist eine andere Frage.) Also die Zukunft der Raumfahrt ist mir auch persönlich (was das "große Ganze" betrifft) ein großes Thema, wenns um die Frage geht, wie ich mir die Zukunft vorstelle. -

Ich persönlich und aus der Sicht eines Kindes freute mich während der 90er Jahre auf das Jahr 2000+. Viele Science-Fiction Filme und Serien, die ich ab mitte der 90er Jahre verschlang, verstärkten dies noch. Im Kindesalter macht man sich da natürlich andere Vorstellungen. Spätestens gegen Ende der 90er war auch eine Spur "Realismus" ;), sowie "Ernüchterung" in mich gekehrt und setzte mich 1999 in einer Präsentation in der Schule mit dem Thema "Millennium und Apokalypse" auseinander, dass sich dem sogenannten "Y2K" Problem, Vorhersagen (Nostradamus,....) zum "Ende der Welt", etc. widmete. Nachdem Computerabstürze und Weltuntergänge ausgeblieben sind, drehte sich die Welt auch im Jahr 2000 noch weiter. (Und auch beim richtigen Sprung ins neue Jahrtausend, ein Jahr später, lief alles so wie immer.) Für mich selbst war technologisch (zufällig) der Rutsch ins Jahr 2000 wirklich ein großer Sprung. Ich bekam in dieser Zeit meinen ersten Computer inkl. Internet und dazu noch ein Notebook für die Schule. Ein Handy hatte ich auch erst ein paar Monate. Was das betrifft, eine spannende Zeit und es änderte sich für mich tatsächlich sehr viel.
Weiters kann ich selbst nach dem Jahr 2001 sagen, dass für mich die Jahre "wie im Flug" vorübergegangen sind, teils liegt das sicher an der schnelllebigen Zeit, teils auch an persönlichen Umständen. Aber ich stehe öfters da, und frage mich, wie? 2015? Die Zukunft ist da, "die Zukunft hat mich eingeholt", die Zukunft hat die Gegenwart eingeholt. Sozusagen hat sich die "Zukunft der Vergangenheit" in die alltägliche Gegenwart gewandelt. Aber vermutlich ist das ganz logisch, dass man so fühlt, wenn man älter wird. Vorallem dann, wenn man sich "die Zukunft" anders vorgestellt hat. Persönliche Erwartungen nicht eingetroffen sind, etc... und man heute sagt: "Früher war die Zukunft besser". Und das hat dann überhaupt nichts mit irgendwelchen Jahreszahlen zu tun.
Sei es wie es sei, jedenfalls halten sich zu viele Menschen an der Vergangenheit fest und an Erwartungen, Hoffnungen, Vorstellungen der Zukunft. Aber nur in der Gegenwart kann man etwas tun. Die Zukunft ist auch nur die Gegenwart von morgen und die Vergangenheit von übermorgen. Das heißt in Summe, ist für mich die Zukunft nicht greifbar, sie besteht aus Vorstellungen, Hoffnungen, Träume...Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die wir beeinflussen können. Lernen aus der Vergangenheit und mit diesen Erfahrungen in der Gegenwart leben, dazu noch aus der Zukunft den Optimismus und wenn möglich keine Furcht, das ist wohl die beste Einstellung mit der man hier und jetzt leben kann, und den Schuss "Pfeif drauf!" nicht vergessen, ganz wichtig.

Was passierte in der Welt bis dato weiter im neuen Jahrtausend? Die dramatischen Ereignisse im September 2001, die vieles veränderte. Große (Klima-)Katastrophen. Eine spürbare Klimaerwärmung, die kein vernünftiger Wissenschaftler mehr leugnen kann. Eine nur sehr langsam zurückgehende Zahl an hungerleidenden Menschen - immer noch hungern rund 1 Milliarde Menschen, während die Zahl der Fettleibigen immer höher wird. Eine Weltwirtschaftskrise, die auch zu Aufständen und Demonstrationen der Bevölkerungen geführt hat. Eine "Weg-Werf Gesellschaft" sondergleichen, die so keine Zukunft haben kann. Müll, die "wir" in armen Länder ablagern, während dann dort Kinder nach wertvollen Materialen diesen Müll durchsuchen und giftige Chemikalien ausgesetzt sind...dazu die Vermüllung des Meeres!.... Eine Ausbeutung -nicht nachwachsender- Rohstoffe und Zerstörung vieler Naturjuwele und alter Völker (zB Regenwald!) nur wegen ein bisschen Profit! Stichwort: "Der gläserne Mensch" und wo das noch hinführt und die zunehmende "Gefahr", besonders für die jungen Leute, durch die vernetzte Welt das wirkliche Leben "zu vergessen" und nur mehr ein virtuelles Leben zu führen...etc. etc.
Je fortschrittlicher die Technologie, desto komplizierter und fehleranfälliger scheint sie auch zu werden. Die Technologie, die die Apollo Astronauten zum Mond gebracht haben, war sehr sehr einfach, aber das was sie machen musste, machte sie gut. Die Rechenleistung eines heutigen Smartphones übersteigt dies um ein vielfaches, weil es viele viele Sachen -gleichzeitig- kann...
Natürlich hat der technologische Fortschritt auch viele Vorteile, Vereinfachungen gebracht. Die ganze Welt als Information steht uns zu Verfürgung und damit jetzt allgemein zu den guten Seiten:

Trotz der aktuellen (politischen) Spannungen und Krisenherde und es auch noch viel Unrecht auf dieser Welt gibt, ist es Fakt, dass wir insgesamt in einer Welt leben, die noch nie so friedlich war, wo es noch nie soviel Frieden gegeben hat, wie heute. Wo es noch nie soviel Meinungsfreiheit (mit Ausnahmen) gegeben hat, als heute. Dank der Entwicklung des Internets ist es auch viel leichter möglich sich gemeinsam gegen oder für eine Sache zu stellen.
Es gibt auch viele gute Beispiele in Sachen saubere Umwelt, Nachhaltigkeit, "Wertewandel", Respekt vor der Natur und den Menschen, ein gutes Miteinander, Sensibilisierung und vieles mehr...
Das Problem ist, das passiert alles noch eher im Kleinen und wenig in den Ländern und Gebieten wo es wirklich notwendig ist.
Ich halte ja die Meinung, dass große Veränderungen vorallem die Politik in der Hand haben kann.
An jedem selbst zu appellieren ist zu wenig. Uns "gehts immer noch zu gut". Wenn sich auch die Poltik (durch unpopuläre, aber zukunftsnotwendige Maßnahmen/Bestimmungen/Gesetze) nur schwer in die "freie Marktwirtschaft" einmischen kann/will/möchte, so gäbe es doch zwei einfache Möglichkeiten: Information und Kommunikation. Es wird viel zu wenig informiert, richtig informiert. "Mehr Informationen auf dieser und jener Homepage" sind zu wenig. Es gibt zwar alles und soviel Informationen, wie nie zuvor für jeden, aber trotzdem "muss" sich der Bürger auch erstmal die Mühe machen, diese zu suchen, zu "filtern" und zu verstehen... Die Politik kann das vereinfachen...Der Bürger müsste öfters "zwangsbeglückt" werden. Ein "persönlich" adressierter Brief von der Regierung, eine ordentliche "Broschüre", die man in Händen hält, etc., etc... sind wirksamer, als Infos auf einer Homepage. Meine Meinung, nur ein paar Gedanken dazu bezüglich "Informationspolitik". Ich rede dabei von allen möglichen wichtigen sogenannten "nachhaltigen" Informationen (oder was auch immer wichtig ist) und Aufklärungen und was der Bürger wirklich konkret machen kann, für eine bessere Zukunft (und auch die anderen Auswirkungen, wenns so weitergeht wie bisher, etc...). Gilt für alle zivilisierte Länder dieser Welt...

Auch wenn wir hier in Österreich, Deutschland, vergleichsweise schon wie in einem "Paradies" leben und das noch alles zum Wohle aller sehr verbessern werden, so hilfts uns das "fast nichts", wenn in vielen anderen (größeren) Ländern noch vieles schief läuft. Gute Beispiele, wie schon erwähnt, müssen sein, keine Frage. Andere Länder müssen sehen, wie es auch gehen kann, und gegebenfalls dies so an ihrem "System" anpassen...
Um über die Zukunft zu spekulieren müssen wir das "große Ganze" im Auge haben, global denken. Die Herausforderungen machen vor den Grenzen nicht halt. Die Probleme sind global und es braucht weltweite Anstrengungen für eine bessere Zukunft.

Dann schreibt über eure Gedanken zur Zukunft.
Ready for new adventures in any universe
Benutzeravatar
Sponskonaut
Verifiziert
SERIENGEEK
SERIENGEEK
Beiträge: 3840
Registriert: Di 9. Dez 2008, 02:08
Wohnort: Für 9€ auf dem Weg durch Deutschland
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Die Zukunft...

Beitrag von Sponskonaut »

Marty, das sind ja mal wieder tiefgründige Gedanken, die du dir machst! [daumen] Da will ich doch gleich mal einsteigen. [zwinker]

Was diese "Zukunftsvisionen" angeht, haben auch meine Freunde und ich damals "rumfantasiert". Gleiches gilt für die Utopien der damaligen Filmemacher.

Da wird ja dann gerne eine futuristische Welt gezeichnet, die hoch technologisiert und irgendwie "steril" ist. Und wenn man sich aktuell anschaut, was bspw. in der Robotik für Fortschritte gemacht werden, dann kann man schon die Befürchtung haben, dass ein Szenario, wie es in Real Humans dargestellt wird, alles andere als abwegig ist. Auch was die Vernetzung und Technologisierung im Consumer-Bereich angeht, schreitet die Entwicklung unaufhörlich voran. Ich hatte die Themen "Datenbrillen" und vernetztes Zuhause ja an anderer Stelle schon mal angesprochen und festgestellt, dass selbst ich (als sehr technikaffiner Mensch, der mit der Materie auch sein Geld verdient) mittlerweile "kapitulieren" muss, was diese Gadgets angeht.

Allerdings glaube ich, dass die Visionen der Filmschaffenden etwas zu weit vorgegriffen haben. Klar, wenn man sich mal anschaut, woran Microsoft so arbeitet und wie wichtig die Forschungsabteilung für diesen Konzern ist, dann ist es bis zu solch einer Zukunft nicht mehr weit hin. Aber spätestens bei der praktischen Umsetzung stoßen die Entwickler und Forscher immer wieder auf Hürden, die gar nicht so einfach zu überwinden sind. Und selbst bei aktuellen Geräten wie Smartphones und Tablets stagniert die Entwicklung mittlerweile, weil der Nutzer einfach erkannt hat, was für ihn sinnvoll und nützlich ist - und was nicht.

Eigentlich kann man nur darauf hoffen, dass der Endanwender bzw. Konsument unsinnige Entwicklungen bewusst boykottieren oder einfach nur damit strafen wird, sich nicht darauf einzulassen. Die Abhängigkeit von der Technik und letztlich auch von den Unternehmen, die wir uns prinzipiell ja selbst auferlegen, steht momentan noch ganz am Anfang. Restriktionen und der Missbrauch von Monopolstellungen werden sich mit zunehmendem Fortschritt noch verschlimmern, da bin ich mir ziemlich sicher.

Von daher ist meine Einschätzung, dass diese Szenarien, die man aus Film und Fernsehen kennt, relativ zutreffend sind: Zuerst werden sich die Menschen recht wohlwollend auf die weitere Technologisierung der Welt einlassen, irgendwann aber einsehen, dass es zuviel geworden ist. Spätestens da werden sich dann zwei Lager bilden: die Gegner und die Befürworter. Genau das wurde ja nicht zuletzt im o.g. "Real Humans" thematisiert. Und wenn man diese Dystopie noch einen Schritt weiter spinnt, dann könnte man auch vermuten, dass diese "Meinungsverschiedenheit" zum neuzeitlichen Krieg eskalieren könnte und die Auseinandersetzungen, die sich um Rassenhass und Religionen drehen, irgendwann ablöst.

Denkbar ist auch, was schon in Sliders thematisiert wurde; Dass die Schere zwischen reich und arm immer weiter auseinanderklappt, sich nur noch die wohlhabenderen Bürger entsprechende Technik werden leisten können und dadurch letztlich der soziale Status bestimmt wird. Dicke Autos und teure Smartphones sind ja heute schon zu Statussymbolen geworden...

Nun ja, soviel erstmal zu meiner persönlichen Einschätzung, was den technischen Fortschritt und die damit wahrscheinlich einhergehenden sozialen Entwicklungen angeht. [zwinker]

---

Was die fernere Zukunft angeht, will ich ja ungern ein Schwarzmaler sein, aber vor meinem geistigen Auge zeichnet sich da ein ziemlich düsteres Bild ab...

Die Industrie-Nationen werden weiterhin die Natur ausnehmen und die Ressourcen bis aufs Letzte ausreizen. Der Kapitalismus wird eine immer größere Rolle spielen, und wenn man die Natur komplett geschröpft hat, werden sich die Reichen die wenigen noch unberührten Areale unter den Nagel reißen. Und wenn man mal ehrlich ist, dann sind diese ganzen Bemühungen, "grün" zu denken, doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Auf der einen Seite wird die Natur ihrer Ressourcen beraubt, auf der anderen Seite wollen uns die Konzerne aber "grüne Technik" und Umwelbewusstsein verkaufen? Ich denke, das ist nur Augenwischerei.

Parallel zur "Hinrichtung" der Umwelt, werden die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Menschen ebenfalls eskalieren. Der Mensch wird immer einen Grund finden, seinesgleichen zu hassen - ob es nun Religionen, Rassenunterschiede oder was auch immer betrifft. Vielleicht wird es auch Territorialkämpfe um die eben genannten unberührten Gebiete geben. Ich denke jedenfalls, dass es immer mehr Unterschiede zwischen den Menschen, respektive den sozialen Schichten geben wird.

Das Thema Überbevölkerung sollte an dieser Stelle sicherlich auch nicht unerwähnt bleiben, wobei man darüber wohl auch stundenlang referieren könnte. [zwinker]

Auf jeden Fall denke ich, dass sich die Menschheit auf lange Sicht sowieso selbst zugrunde richten wird. [nono] Einfach aus dem Grund, weil der Mensch eben Mensch ist und ein ums andere Mal unmenschliche Züge an den Tag legt. Die paar "Gutmenschen", die einsam und verlassen dagegen ankämpfen, werden auch nicht viel ausrichten können.
Wir werden es alle nicht erleben. Solche Gedanken zur Zukunft und die Tatsache, dass ich es -zumindest in diesem Leben- nie erfahren werde, wie die Menschheit in (ferner) Zukunft existiert, begleiten mich mit Gänsehaut und mit einem "Schauer über den Rücken".
Für mich stellt sich eher die Frage, ob die Menschheit in ferner Zukunft überhaupt noch existiert...
"A man is rich in proportion to the number of things which he can afford to let alone.”
- Henry David Thoreau
Benutzeravatar
MartyMcFly
Verifiziert
SERIENGEEK
SERIENGEEK
Beiträge: 1774
Registriert: So 23. Mär 2003, 22:03
Wohnort: Oberösterreich
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Die Zukunft...

Beitrag von MartyMcFly »

Für alle "Pessimisten" unter uns, für ein bisschen mehr Optimismus...

Ready for new adventures in any universe
Benutzeravatar
Sponskonaut
Verifiziert
SERIENGEEK
SERIENGEEK
Beiträge: 3840
Registriert: Di 9. Dez 2008, 02:08
Wohnort: Für 9€ auf dem Weg durch Deutschland
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Die Zukunft...

Beitrag von Sponskonaut »

@Marty

Schön, dass du den Thread wiederbelebt hast! Ich hatte kürzlich auch schon vor, hier mal wieder was zu schreiben - allerdings tue ich mich mit Optimismus aktuell ziemlich schwer... [nono] Bevor ich auf Umwelt zu sprechen komme, die in "Tomorrow" ja Thema ist, erst mal ein paar Worte zu den Menschen selbst.

Ich finde es dermaßen erschreckend, wie viel Hass es auf der Welt momentan zu "erleben" gibt. Hierzulande haben nicht zuletzt AfD, Pegida und Co. dafür gesorgt, dass Fremdenfeindlichkeit wieder salonfähig geworden ist. Während von allen Muslimen permanent gefordert wird, sie sollten sich von radikalisierten Islamisten "distanzieren", duldet die vermeintliche "Mitte", dass der rechte braune Rand fleißig bei den Rechtspopulisten mitläuft. Wieso distanziert sich da keiner von den offenkundigen Rassisten? Für mich (als "Mischling") ist es mittlerweile soweit, dass ich diverse Gegenden einfach meide und zu meinen persönlichen No-Go-Areas erklärt habe, bspw. den Osten unserer Republik. Was einfach nur traurig ist, weil meine Frau von dort kommt.

Jedenfalls bereitet mir das zunehmend Kopfschmerzen, und ich hoffe, dass der vernünftige Mensch bei den kommenden Wahlen Flagge bekennt und diese menschenverachtende Einstellung entsprechend abstraft! Es kann einfach nicht sein, dass wir in einer Demokratie an einem Punkt angelangt sind, an dem man sich nicht mal mehr in der eigenen Heimat sicher und willkommen fühlen kann. [nono] Aber das nur mal zu diesem Thema.

Was die Umwelt betrifft, sehe ich nach wie vor eher schwarz. Man muss sich nur mal die Verkaufszahlen des neuen iPhones anschauen, um zu wissen, dass es immer noch die Industrie ist, die maßgeblich für den Zustand unseres Planeten verantwortlich ist, wenn auch nicht ausschließlich. Dass ein paar Idealisten einen kleinen Gegenpol bilden, ist zwar löblich und wenigstens ein Anfang, aber angepackt werden muss das Ganze an der Wurzel.

Die Massen an Elektroschrott, die produziert werden, sind da nur der Anfang. Zum einen muss der Konsument endlich mal damit anfangen, geplante Obsoleszenz und die Geldgeilheit der Konzerne abzustrafen, indem eben nicht jedes Jahr ein neues Smartphone angeschafft wird, und zum anderen müssen von staatlicher Seite Impulse kommen. Da aber die Regierungen immer eng mit den wirtschaftlichen Interessen der Industrie verknüpft sind, ist es wahrscheinlich ein Ding der Unmöglichkeit, hier Veränderungen herbeizuführen...

Ich für meinen Teil - das hatte ich auch schon mal erwähnt - mache jedenfalls bei diesem Rennen um die neueste Technik schon lange nicht mehr mit. Im Gegenteil: Ich freue mich wahnsinnig, wenn ich "alte" Technik überlassen bekomme und diese noch jahrelang weiterverwenden kann, indem ich sie mir selbst aufbereite. Viele Leute bräuchten diese ganzen Neuerungen auch gar nicht, wenn sie mal ehrlich wären. [nope] Kürzlich habe ich mal einen Spruch gelesen, der ungefähr so ging: "Wir kommen nackt auf die Welt und gehen auch nackt wieder. Wie kann man da nur glauben, in der Zeit dazwischen wirklich so etwas wie Besitz zu haben?" So oder so ähnlich lautet diese Weisheit, die aber den Nagel auf den Kopf trifft. Jedenfalls müsste das in die Köpfe der Menschen erst mal rein - aber die Welt ist ja von Großkonzernen, Marketingabteilungen und Werbeagenturen dominiert, die einem was ganz anderes weismachen wollen...
Zuletzt geändert von Sponskonaut am Mo 7. Nov 2016, 01:25, insgesamt 1-mal geändert.
"A man is rich in proportion to the number of things which he can afford to let alone.”
- Henry David Thoreau
Benutzeravatar
MartyMcFly
Verifiziert
SERIENGEEK
SERIENGEEK
Beiträge: 1774
Registriert: So 23. Mär 2003, 22:03
Wohnort: Oberösterreich
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Die Zukunft...

Beitrag von MartyMcFly »

“Homo Sapiens” ist nicht nur ein beeindruckender Streifen, in dem ein einziges Wort schon ein Wort zu viel wäre, weil die Bilder so kräftig sind. Es ist auch ein glänzender Titel: Man sieht und hört vom Menschen nichts, wohl aber die Vergänglichkeit seiner Werke, die er mitunter für die Unvergänglichkeit geschaffen haben mag. Angesichts des traurigen Desasters, das, weltweit in der Natur versinkend, hier Bild für Bild aneinandergereiht wird, stellt sich aber die Frage, wie “sapiens” dieser “homo” tatsächlich ist.
http://www.vienna.at/homo-sapiens-trail ... lm/4993056



Ohne Worte
Ready for new adventures in any universe
Benutzeravatar
Sponskonaut
Verifiziert
SERIENGEEK
SERIENGEEK
Beiträge: 3840
Registriert: Di 9. Dez 2008, 02:08
Wohnort: Für 9€ auf dem Weg durch Deutschland
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Die Zukunft...

Beitrag von Sponskonaut »

Die Doku werde ich mir mal vormerken, klingt wirklich beeindruckend! [daumen] Ich denke, das ist so ein Film, der zum fleißigen Diskutieren und Spekulieren anregt. [yeshappy]
"A man is rich in proportion to the number of things which he can afford to let alone.”
- Henry David Thoreau
Benutzeravatar
Sponskonaut
Verifiziert
SERIENGEEK
SERIENGEEK
Beiträge: 3840
Registriert: Di 9. Dez 2008, 02:08
Wohnort: Für 9€ auf dem Weg durch Deutschland
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Die Zukunft...

Beitrag von Sponskonaut »

Ich habe ihn mir zwar noch nicht angeschaut, wollte Euch den Film aber nicht vorenthalten: Es geht um die National Geographic-Doku "Before the Flood" mit Leonardo DiCaprio. Jedenfalls geht es da um den Klimawandel.

Werde ihn mir sicherlich in den nächsten Tagen anschauen - und dann kann man sich ja darüber mal unterhalten. [zwinker]

Edit: Da die Videos auf Youtube gelöscht wurden, habe ich die Links hier auch mal entfernt. Dass der Film gelöscht wurde, ist für mich aber kein Problem... [grinsen]
Zuletzt geändert von Sponskonaut am Do 10. Nov 2016, 23:57, insgesamt 2-mal geändert.
"A man is rich in proportion to the number of things which he can afford to let alone.”
- Henry David Thoreau
Benutzeravatar
MartyMcFly
Verifiziert
SERIENGEEK
SERIENGEEK
Beiträge: 1774
Registriert: So 23. Mär 2003, 22:03
Wohnort: Oberösterreich
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Die Zukunft...

Beitrag von MartyMcFly »

Jap, hab auch von dem Film gelesen. Dass es den ganzen Film bei youtube gibt, wusste nicht, coole Sache, danke für die Info! Werde ich mir auch demnächst anschauen.
Ready for new adventures in any universe
Benutzeravatar
Sponskonaut
Verifiziert
SERIENGEEK
SERIENGEEK
Beiträge: 3840
Registriert: Di 9. Dez 2008, 02:08
Wohnort: Für 9€ auf dem Weg durch Deutschland
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Die Zukunft...

Beitrag von Sponskonaut »

Da wir hier noch nie so wirklich politisch geworden sind, will ich das an dieser Stelle eigentlich auch vermeiden. Aber da das Thema sehr aktuell ist und mich natürlich auch beschäftigt, will ich es doch mal angesprochen haben - zumal es in diesem Thread ja um die Zukunft geht. [zwinker]

Natürlich meine ich die US-Präsidentschaftswahlen, die ich gespannt verfolgt habe. Dass Trump tatsächlich gewinnt, hatte ich befürchtet - und hatte auch damit gerechnet. Es ist mir trotzdem unbegreiflich, dass solch ein Sexist und Rassist jetzt tatsächlich dieses wichtige Amt bekleiden darf. Meine Hoffnung ist allerdings, dass der Kerl mit der Zeit noch "gemäßigter" wird. Die wenigen Auftritte nach der gewonnenen Wahl deuten schon irgendwie daraufhin. Zum einen denke ich, dass Trump (der wahrscheinlich selbst nicht damit gerechnet hat, zu gewinnen) präsidialer auftreten will, einfach nur um nach außen hin das Staatsoberhaupt standesgemäß zu "mimen". Und zum anderen werden seine Berater ihm auch zu verstehen geben, dass man sich trotz des Amtes nicht alles erlauben kann und nicht automatisch über den Dingen steht. Viele seiner Wahlversprechen werden vermutlich irgendwo verpuffen, weil sie schlicht nicht umsetzbar sind oder einfach nicht gemacht werden sollten. Außerdem wird das Repräsentantenhaus auch nicht komplett nach seiner Pfeife tanzen, Republikaner hin oder her.

Ich hoffe nur, dass dieser "Rechtsruck" nicht auch bei uns ankommt! Die AfD hat ja schon entsprechendes Wähler-Klientel um sich geschart, und wenn man mal nach Ungarn, Frankreich, Österreich, England, die Niederlande oder in die Türkei blickt, dann ist es kein abwegiges Szenario, dass die Rechtspopulisten in Europa Aufwind kriegen. Finde den Gedanken ziemlich übel und hoffe, dass es Deutschland im kommenden Jahr nicht auch so ergeht! [nope] Als "Mischling" habe ich jetzt schon kein gutes Gefühl, mich in den Osten der Republik zu begeben, was ich seit einiger Zeit auch komplett bleiben lasse, auch wenn meine Frau von dort stammt und ihre gesamte Verwandtschaft dort lebt.

Wie gesagt, ich will mich jetzt nicht noch weiter über das Thema auslassen, aber mir macht diese Entwicklung tatsächlich Angst, weil sie der Beginn von etwas ganz Unheilvollem sein kann... o-o Das bereitet mir aktuell am meisten Kopfschmerzen, wenn ich an die Zukunft denke.

---

Eine sehr bewegende Doku habe ich am Wahlabend noch gesehen: "Goldkinder" aus der Reihe 37 Grad auf ZDF. Bitte beachten, dass das Video bis zum 08.11.2017 verfügbar ist! Es geht dabei um die Gewinnung von Gold und Coltan, die "Konfliktmineralien", die nicht nur im Schmuck, sondern auch in Smartphones und allen anderen Elektronikgeräten verarbeitet werden. Die Doku beleuchtet anhand von Ghana, dem Kongo und den Philippinen, unter welchen Bedingungen diese Stoffe gewonnen werden. Dass Kinder dabei mit Quecksilber (!!!) hantieren, ist nur ein Punkt von vielen.

Auf jeden Fall ist der Film sehr sehenswert, zeigt er doch mal wieder schonungslos auf, in welch einem Luxus wir leben (dürfen) - und das auf Kosten von solchen armen Schweinen... [nope] Wirklich traurig.
Zuletzt geändert von Sponskonaut am Do 29. Dez 2016, 03:22, insgesamt 1-mal geändert.
"A man is rich in proportion to the number of things which he can afford to let alone.”
- Henry David Thoreau
Benutzeravatar
MartyMcFly
Verifiziert
SERIENGEEK
SERIENGEEK
Beiträge: 1774
Registriert: So 23. Mär 2003, 22:03
Wohnort: Oberösterreich
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Die Zukunft...

Beitrag von MartyMcFly »

Sponskonaut hat geschrieben: Edit: Da die Videos auf Youtube gelöscht wurden, habe ich die Links hier auch mal entfernt. Dass der Film gelöscht wurde, ist für mich aber kein Problem... [grinsen]
gibts wieder:
Ready for new adventures in any universe
Antworten

Zurück zu „Off-Topic“