Nachbarn, Umzüge & andere Unannehmlichkeiten...

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Re: Nachbarn, Umzüge & andere Unannehmlichkeiten...

Beitrag von Sponskonaut »

Das letzte Wochenende der Ferien und hier herrscht wieder 1a-Freibad-Stimmung – natürlich mit entsprechender Geräuschkulisse... [fire] Nur gut, dass das CMS meines Auftraggebers mal wieder rumspinnt und ich eh nicht viel arbeiten kann. Eigentlich hatte ich auf wesentlich mehr Regen gehofft, aber der Wetterbericht war mal wieder so semi-gut. Aber das kann ja vielleicht noch kommen.

So lustig wie traurig und bezeichnend war eine Situation, die ich kürzlich erlebt habe. Hier wohnt eine junge Mutter mit einer kleinen Tochter namens Joanna. Man weiß immer, dass die beiden draußen auf dem Spielplatz sind, wenn die Mutter ihr Kind mit so einem nervig langgezogenen "Tschooo-a-naaaaa" ruft... [hand-vor-gesicht] Man "muss" es wirklich selbst mal gehört haben. Jedenfalls kam ich letzte Woche aus Frankfurt und ging noch hier noch mal an den Rhein, um ein bisschen zu chillen. Allerdings befindet sich dort auch ein Spielplatz. Und jetzt ratet mal, welcher Ruf mich da direkt mal begrüßt...

Edit: Gerade eben trampelt die "Elefantenherde" von ganz oben in einer Lautstärke das Treppenhaus runter... Alter Schwede! [nope]

Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich am liebsten meine wichtigsten Sachen einpacken und einfach abhauen würde. Das ist auch so ein Grund weshalb im dem Minimalismus so zugetan bin: Flexibilität und Mobilität. Es ist so befreiend, seinen Besitz aufs Nötigste zu reduzieren und nicht von Materiellem festgehalten zu werden! Genau das ist so ein Grund, weswegen ich keinen unnötigen Kram mehr haben will: Man muss sich jedes Mal Gedanken darüber machen, was man mit dem Zeug anstellt, wenn man doch mal wegmuss.
"A man is rich in proportion to the number of things which he can afford to let alone.”
- Henry David Thoreau
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Re: Nachbarn, Umzüge & andere Unannehmlichkeiten...

Beitrag von Sponskonaut »

Der heutige Bericht fällt dann wohl unter "andere Unannehmlichkeiten": Heute wurde bei uns auf einer Baustelle eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe auf einer Baustelle entdeckt. [huch]

Als ich nachmittags aus dem Haus bin, wurde hier schon die Hauptstraße abgesperrt, keiner durfte mehr rein, der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Ich habe dann erst mal unbeeindruckt meinen Spaziergang fortgesetzt, bin auf die andere Rheinseite (wo auch noch ein Firmenlauf stattfand) und war kurz einkaufen. Als ich zurückkam, war die Nachbarschaft schon in heller Aufregung, allen voran der Schreier von gegenüber. Und ihr könnt euch nicht vorstellen, was das diesmal für ein Geplärre und Gemecker war... [hand-vor-gesicht]

Jedenfalls habe ich dann bei der Polizei angerufen, um zu fragen, ob unsere Straße auch evakuiert wird – und das wurde sie. Allerdings habe ich gar nicht erst auf eine Aufforderungen gewartet, sondern habe direkt einen Rucksack gepackt und bin mit der S-Bahn in die nächste Stadt, um mich dort mit meiner Frau zu treffen. Glücklicherweise hatten wir sowieso einen Tierbetreuungstermin und konnten dort erst mal unterkommen. Im Zweifelsfall hätten wir auch über Nacht bleiben können. Alternativ wurde bei uns auch eine Turnhalle als Notunterkunft bereitgestellt. Aber nach zwei, drei Stunden konnten wir wieder nach Hause, was uns bei einem Anruf beim eingerichteten Bürgertelefon gesagt wurde. Wurde schon gut und schnell organisiert, das muss man sagen. [daumen]

Natürlich wollten auch einige Leute ihre Häuser und Wohnungen nicht verlassen, was irgendwie klar war. Muss ja immer jemanden geben, der sich pauschal erst mal gegen solche "Befehle" stellt. Einfach nur, um sich bloß nichts sagen zu lassen. Übrigens hörte ich von einem Kind aus der Nachbarschaft, als ich losgegangen bin, "Wir-bleiben-hier"-Rufe... [hand-vor-gesicht] Wenn ich das richtig mitbekommen habe, war das ein Kind vom Schreier, von wem auch sonst. Wobei die Mutter schon die ganze Zeit "Panik" gemacht hat. Ich gehe mal nicht davon aus, dass die sich quergestellt haben. Trotzdem zeigt das mal wieder, in welch einem Viertel wir hier leben.

Wie gesagt, war dann am Ende schnell erledigt. Trotzdem wäre ich beruhigter gewesen, hätten wir schon unsere Notfallrucksäche gepackt. Hatten uns ja schon vor einiger Zeit alles mögliche an Zeug und gute Rucksäcke bestellt, um so was immer griffbereit zu haben – für genau solche Fälle. Nur dumm, dass wir bisher nicht dazu gekommen sind, die Teile endlich mal zu packen. [lachen1] Wird jetzt aber definitiv mal in Angriff genommen. Hat man ja jetzt gesehen, wie schnell so was gehen kann. Aber manchmal bleibt eben keine Zeit mehr, um in Ruhe noch alles Nötige zusammenzupacken.
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