Nachbarn, Umzüge & andere Unannehmlichkeiten...

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Nachbarn, Umzüge & andere Unannehmlichkeiten...

Beitrag von Sponskonaut »

Nun will ich mal ein ganz anderes Thema ansprechen, das seit unserem Umzug vor zwei Jahren wieder aktueller wurde: Nachbarn.

Ich muss natürlich dazusagen, dass wir nicht in das allerbeste Viertel gezogen sind. Eigentlich bin ich auch niemand, der Leute gerne in Schubladen steckt. Aber da wir hier einen kleinen Bolzplatz und einen Spielplatz direkt im Hof und eine Kita in unmittelbarer Nachbarschaft haben, sieht man hier ganz gut einen Querschnitt der sozialen Schichten. Und da muss man sagen, dass wir uns im Gegensatz zu vorher echt verschlechtert haben... Schaut man dann aber mal Luftlinie weiter, sieht man direkt die Neubauten (teilweise mit Eigentumswohnungen), die sich nur die besser betuchten leisten können. Ist wirklich ein merkwürdiges Viertel, aber vermutlich wollen die Wohnungsbaufirmen hier die Einkommensschichten ein bisschen vermischen.

Jedenfalls äußert sich das auch in den direkten Nachbarn, die man so hat. Da wäre zum einen die (offensichtlich) "prekäre" Familie im Haus gegenüber. Der Vater mit der Bierwampe ist wirklich permanent am Schreien, vor allem mit seinen Kindern, lässt diese seine Bierkisten zum Fenster im Erdgeschoss reinhieven und macht hier einen auf King des Viertels. Dann wäre da nach unser einer Nachbar im Haus, der mit Frau und Kind ganz oben wohnt. Wenn man den grüßt, kommt nur irgendein Grummeln zurück. Von Freundlichkeit brauchen wir hier gar nicht reden, weil es alleine schon an Höflichkeit mangelt. Da kann man noch so nett grüßen. Ich hatte ja von Anfang an die Vermutung, dass die in unsere Wohnung wollten, als die Vormieterin ausgezogen ist – und es jetzt an uns auslässt. Ist aber nur eine Vermutung. Vielleicht ist der Typ auch von Natur aus ein A****.

Deswegen muss ich echt sagen, dass ich unsere alten Nachbarn vermisse. Da hat man (wenn auch hauptsächlich wegen und gegen die Vermieterin) zusammengehalten, konnte und wollte ein vernünftiges Wort wechseln, wenn man sich mal begegnet ist, und hat einfach harmoniert. Aber das Beste war wohl, dass wir dort keine anderen Wohn- und Mietshäuser in direkter Nachbarschaft hatten, weil es quasi mitten im Gewerbegebiet war. Ach, ich vermisse das alte Zuhause immer mehr... [cry] Vielleicht schauen wir uns in den kommenden ein, zwei Jahren doch mal nach einer anderen Wohnung um. Wenn hier erst mal ordentlich ausgemistet ist, sollte ein Umzug auch kein derartiges Mammutprojekt mehr werden.

Wie ist das bei euch? Welche guten oder schlechten Erfahrungen habt ihr schon mit Nachbarn gemacht?
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Re: Nachbarn, Umzüge & andere Unannehmlichkeiten...

Beitrag von Sponskonaut »

Puh, heute war wieder so ein Tag, an dem die "lieben" Nachbarn alles rausgehauen haben, was sie auf Lager haben... [rollendeaugen]

Da wird im Sommer schön vorm Haus ein Pavillon aufgebaut, für die Kids mehrere Planschbecken aufgeblasen und (in der prallen Mittagsonne) das Auto gewaschen. Könnt euch sicherlich vorstellen, was für eine Geräuschkulisse das ergeben hat, zumal der besagte Nachbar wieder mit seinem sympathsischen Organ geglänzt hat... Ich bin ja weiß Gott kein Spießer und habe mich schon weitgehend an die "Umgungsgeräusche" hier gewöhnt – aber von dem Haus da drüben braucht man echt keine Rücksicht erwarten. Einfach unglaublich! Ohne Witz: Wenn diese eine Familie hier nicht wohnen würde, wäre es gleich mal um 70% leiser und friedlicher.

Tatsächlich haben meine Frau und ich gestern darüber gesprochen, vielleicht so in zwei Jahren doch noch mal umzuziehen, am liebsten in unsere alte Stadt. Die ist zum einen nicht weit weg, zum anderen aber auch wesentlich ruhiger und "niveauvoller" als die jetzige. Dieser Tage musste ich an die Zeit dort zurückdenken, was in mir wirklich große Wehmut ausgelöst hat. [cry] Mal von der Bude und der unsäglichen Vermieterin abgesehen, haben wir echt gerne dort gewohnt. Verkehrstechnisch gut erreichbar und angebunden, im Großen und Ganzen ruhig gelegen, und vor allem scheint die Klientel dort ein bisschen "gehobener" zu sein, wobei das eigentlich das falsche Wort ist.

Ich muss sagen, dass mir mehr Ruhe echt guttun würde. Vor allem ist es krass, wie groß die Unterschiede sind, wenn man sich nur wenige hundert Meter von hier entfernt. Klar, je näger man Richtung Rhein geht, desto teurer werden die Immobilien, aber in unserem Fall ist der Kontrast echt dermaßen krass. Geht man runter zum Rhein, wo auch viel bebaut ist, hört man wirklich gar keinen Lärm mehr. Je näher man zu unserem Haus kommt, umso lauter wird es. Ist wirklich ein Wunder, dass ich hier im Home-Office doch so produktiv arbeiten kann – und das als Hochsensibler, der auf viele Störfaktoren derart empfindlich reagiert. Aber vermutlich wäre ich noch entspannter und könnte noch effizienter arbeiten, wenn diese Aspekte auch noch wegfallen würde. Nicht auszudenken, wie dann die Kreativität aus mir raussprudeln würde!

Wie auch immer, mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass wir länger als weitere drei oder vier Jahre hier wohnen werden. Es sei denn, es verändert sich hier noch wesentlich etwas, das die Nachbarschaft betrifft. Aber davon ist (Stand jetzt) einfach nicht auszugehen. Ingesamt ist die Stadt hier auch die letzte, die wir uns gezielt für einen Umzug ausgesucht hätten. Wie schon gesagt, hatten wir nach dem Wasserschaden nicht wirklich eine Wahl.
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Re: Nachbarn, Umzüge & andere Unannehmlichkeiten...

Beitrag von Viktualia »

Das tut mir leid, dass ihr so ein Pech habt. Gerade mit den Strapazen zuvor im alten Heim. So wie du es beschreibst, wüsste ich nicht, ob ich es die zwei Jahre dort aushalten könnte. Aber so ein Umzug ist ja nicht mal so eben gemacht.
Kann ich nur die Daumen drücken, dass sich dort was verändert. Vielleicht zieht die Familie mit dem "Brüller" um oder wird rausgeschmissen....oder, oder, oder....
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Re: Nachbarn, Umzüge & andere Unannehmlichkeiten...

Beitrag von Sponskonaut »

Viktualia hat geschrieben: So 26. Jun 2022, 19:55 Das tut mir leid, dass ihr so ein Pech habt. Gerade mit den Strapazen zuvor im alten Heim. So wie du es beschreibst, wüsste ich nicht, ob ich es die zwei Jahre dort aushalten könnte.
Na ja, wir sind jetzt zwei Jahre hier, die Zeit vergeht so verdammt schnell. Eigentlich müssen wir ja dankbar sein, dass wir diese (vollständig renovierte) Wohnung relativ flott bekommen habe. Aber wir hatten damals auch keine anderen Optionen.

Was ich vor allem vermisse, ist die Ruhe. Das muss man sich mal reinziehen: Wir haben vorher im Gewerbegebiet gewohnt und da war es tagsüber (abends natürlich auch) ruhiger als hier. Abends ist es hier zwar auch vollkommen okay, aber da ich zu Hause bin und auch hier arbeite, fällt es schon mehr auf als vorher.
Aber so ein Umzug ist ja nicht mal so eben gemacht.
Genau das. Deswegen ist mir aktuell auch so daran gelegen, dass wir ohne Ende ausmisten und im Umzugsfall flexibler sind. Hatte zu meiner Frau auch kürzlich gesagt, dass ich am liebsten in eine Wohnung ziehen würde, in der es eine Einbauküche gibt. Einfach nur, damit wir unsere Küche nicht jedes Mal abbauen und mitschleppen müssen. Im Zuge des Minimalismus-Gedanken wäre das auch etwas, wovon ich mich problemlos trennen könnte – weil man es nicht zwingend selbst besitzen muss. Aber durch die Wohnungsauflösung bei meiner Mutter steht bei uns jetzt wieder alles voll... Das wird noch viel Arbeit. Ärgert mich, weil wir gefühlt überhaupt nicht vorankommen und ich diese Altlasten endlich loswerden will.
Kann ich nur die Daumen drücken, dass sich dort was verändert. Vielleicht zieht die Familie mit dem "Brüller" um oder wird rausgeschmissen....oder, oder, oder....
Ja, genau darauf baue ich! Dass die z.B. einfach mehr Platz brauchen, je älter die Kinder werden. Aber da die vermutlich "vom Amt" leben, glaube ich nicht, dass die in Bälde umziehen werden. Zumal es im Rhein-Main-Gebiet eh schwer ist, etwas zu finden. Es ist also wahrscheinlicher, dass wir noch mal umziehen. Aber aktuell hätte ich dafür auch keine Kraft, zumal ich mich eigentlich auf meine Selbstständigkeit konzentrieren möchte. Aber wenn sich das mal richtig eingespielt hat und ich finanziell ein gewisses Einkommens-Level erreicht habe, das ich dauerhaft einigermaßen halten kann, wird ein Umzug sicherlich wieder konkreter. Aber weiß schon, was die Zukunft noch bringt.
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