Minimalismus

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Minimalismus

Beitrag von Sponskonaut »

Ich habe mich in letzter Zeit ein bisschen mit dem Thema Minimalismus beschäftigt, was ja in den letzten Jahren schon quasi ein Lifestyle geworden ist. Außerdem habe ich mir auf Netflix kürzlich die Doku "Minimalism" angeschaut, was mich tatsächlich dazu motiviert hat, mein Konsumverhalten zu überdenken. Und es hat gewirkt. [zwinker]



Ich muss gestehen, dass mich das Thema wirklich "abgeholt" hat, und ich meinen Lebensstil und mein Konsumverhalten nun mal genauer beobachtet habe. Zwar war ich schon immer ein sehr ordentlicher Mensch, aber jetzt habe ich damit angefangen, mich von allem zu trennen, was ich sowieso nicht brauche oder benutze. Das beißt sich zwar mit der "Philosophie" meiner Frau, die eher so ein Jäger und Sammler ist, aber wenigstens zum Ausmisten habe ich sie jetzt bringen können, weil bei uns sowohl Wohnung als auch Keller komplett vollgestellt sind.

Womit ich selbst jetzt angefangen habe, sind erst mal die ganzen technischen Geräte. Meine Frau hatte ja schon öfter ausgemustertes Zeug aus der Firma mitgebracht: Notebooks, Tower, Monitore, Smartphones und dergleichen. Dazu hatte ich selbst noch ohne Ende alte Geräte, die ich nicht mehr benutzt habe. Das ganze Zeug habe ich in den letzten Wochen entweder verkauft oder über Ebay-Kleinanzeigen verschenkt, weil ich es einfach nicht mehr sehen konnte - und langsam lichtet sich die Bude. Der Plan - den ich ja nun im Ansatz schon umgesetzt habe - ist, dass ich wirklich nur noch das behalte, was ich tatsächlich nutze. Und sollte mal ein Gerät seinen Geist aufgeben, werde ich auf was Gebrauchtes zurückgreifen. Habe mir vor ein paar Wochen eine "alte" DELL-Workstation zurechtgemacht, die meine Frau auch aus der Firma hatte. Habe in den Tower meine ganzen Platten gehängt, womit der Rechner jetzt mein Hauptgerät ist. Ansonsten habe ich nur noch mein Notebook behalten, das ich sowohl unterwegs als auch zu Hause nutze. Mit Smartphones werde ich es in Zukunft genauso handhaben und einfach das nutzen, was ich in die Finger kriege. Mein Honor View 10 wird das letzte Handy gewesen sein, das ich mir neu gekauft habe. Schon allein der Nachhaltigkeit wegen werde ich das nur noch so machen.

Ausmisten werde ich aber auch meine Klamotten, von denen ich eigentlich auch zu viel habe. Was noch brauchbar ist, mir aber nicht mehr passt oder was ich ohnehin nicht mehr trage, wird gespendet. Ergibt für mich keinen Sinn, die Schränke voll mit Zeug zu haben, das mich sowieso nicht mehr interessiert. Die "richtigen" Minimalisten haben sogar nur einen ganz festen und begrenzten Besitz an Kleidung, was aber überhaupt kein Problem darstellt. Denn seien wir ehrlich: Meistens zieht man doch eh immer dieselben drei Teile an, weil sie entweder bequem oder einfach zu Lieblingsteilen geworden sind.

Mittlerweile hat sich mein Technikinteresse aber sowieso arg relativiert, was aber auch nicht über Nacht kam, sondern eher eine Entwicklung der letzten Jahre. Nur ist mir jetzt bewusst geworden, wie viel Zeit ich mit dem Mist verschwendet habe. Zeit, die ich mit anderen Dingen sinnvoller hätte nutzen können. Es ist aber definitiv ein gutes Gefühl, sich von dem diesem Besitzgedanken freizumachen. Während ich früher bei MediaMarkt & Co. immer an den Elektroniksachen hängen geblieben bin, gehe ich jetzt uninteressiert an dem Zeug vorbei - weil es einfach keine Bedeutung mehr für mich hat.

Was an dem Minimalismus-Gedanken aber wohl das Ausschlaggebendste ist, ist das "Mindset". Denn es geht ja nicht nur darum, sich von dem vielen unnötigen Besitz zu trennen, sondern seine Einstellung insofern zu verändern, als dass man dem Materiellen keine große Bedeutung mehr beimisst und sich stattdessen auf die wichtigen Dinge des Lebens fokussiert. Für mich bedeutet das, dass ich jetzt u.a. damit anfange, meine Freundschaften besser zu pflegen. Und wenn ich ehrlich bin, dann freue ich mich auf ein Treffen und ein gutes Gespräch mit Freunden mehr als auf jedes neue Gadget, das man für Geld erstehen kann. [yeshappy] Und der bewusstere Umgang mit Geld wäre dann das nächste Thema, das ich aber an dieser Stelle nicht weiter ausführen will. Mir geht es jedenfalls bei der Minimalismus-Sache zum größten Teil um die Konzentration aufs Wesentliche, die beim Lossagen vom Materialismus erst anfängt. Achtsamkeit geht damit natürlich auch einhher.

Ich für meinen Teil habe den Minimalismus-Gedanken schon mal adaptiert und werde ihn in naher und weiterer Zukunft sicherlich noch vertiefen. Auf jeden Fall habe ich schon mal meine Einstellung geändert, was mir sichtlich guttut.

Wie sieht es bei Euch aus? Ist der Minimalismus ein Thema, das Euch anspricht? Oder seid Ihr vielleicht selbst schon in der Richtung tätig geworden?
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Minimalismus

Beitrag von Sponskonaut »

Auch wenn ich gerade das Forum wieder mit allen möglichen Themen flute, will ich an dieser Stelle noch mal aufs Thema Minimalismus aufsetzen. Hier hatte ich es schon angedeutet, will aber noch im Detail darauf eingehen.

Beim letzten Amazon-Prime-Day hatte ich mir den Einkaufswagen wieder mit etlichem Zeug vollgepackt, tatsächlich ein paar Filme bestellt, dann aber auch recht schnell gemerkt, dass ich mich zu einigen Impulskäufen hatte hinreißen lassen. Und im Grunde waren es nur Impulskäufe. Also bin ich hingegangen und habe die Bestellungen eine nach der anderen storniert, bis ich tatsächlich gar nichts bestellt habe. [lachen1]

Ich habe mir einfach das berühmte Danach vorgestellt, das ich schon so oft erlebt habe: Zuerst ist man ganz aufgeregt, wenn solche Aktionen ausgerufen werden. Dann freut man sich, wenn man sich dieses oder jenes zum "Schnäppchenpreis" sichern konnte, und dann wartet man vorfreudig auf den Krempel. Und dann? Irgendwann kommt das Zeug an, man freut sich bestenfalls kurz und stellt das Zeug ins Regal. Und dann dauert es nicht lange, bis man merkt, dass dieser Kauf einen doch nicht so glücklich macht, wie man in dem ganzen Prozess eigentlich dachte. Ein Teufelskreis, an dessen Ende ein Produkt steht, ohne das man genauso gut leben könnte, und selbstredend weniger Geld auf dem Konto.

Es ist wirklich eine Herausforderung, sich immer und immer wieder an ein bewusstes und vernünftiges Kaufverhalten zu erinnern und sich dazu zu ermahnen. Aber wenn man sich erst mal einen gewissen Flow angeeignet hat, ist es wirklich befriedigend zu wissen, dass man sich nicht schon wieder unsinnigem Konsum hingegeben hat. Ich muss tatsächlich sagen, dass sich da an meinem Verhalten und meiner Einstellung einiges verändert hat. Und ich finde es sehr beruhigend, sich dessen bewusst zu sein und ebenso bewusst gegensteuern zu können.
Zuletzt geändert von Sponskonaut am Mo 18. Apr 2022, 03:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Sponskonaut »

Übrigens gibt es von den Minimalists einen neuen Film, der "Less is now" heißt und auch auf Netflix zu sehen ist:



Hat zwar bei mir nicht so einen Aha-Effekt gehabt wie der erste Film, aber das liegt wohl daran, dass ich den Podcast regelmäßig verfolge und der neue Film im Grunde nur eine Zusammenfassung der "Minimalists-Philosophien" ist. Trotzdem sehr sehenswert, vor allem dann, wenn man sich mit dem Thema noch nicht befasst hat. Mehr in die Tiefe geht auf jeden Fall der erste Film.

Und hier ist noch eine Podcast-Folge mit Matt D'avella, dem Regisseur beider Filme, der selbst Minimalist ist:

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Beitrag von Sponskonaut »

Um das hier noch zu vervollständigen, ist hier der Youtube-Kanal von Matt D'avella, auch ein sehr sympathischer Typ, der minimalistisch lebt.

Hier erzählt er auch noch was über das Thema:



Heute habe ich auch tatsächlich noch mal (diesmal mit meiner Frau zusammen) den ersten Film über die "Minimalists" geguckt. Der ist noch am empfehlenswertesten, wenn man in die Thematik einsteigen will. Da wird dann auch viel über Konsum und Konsumverhalten erzählt, was wirklich interessant ist.
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Minimalismus

Beitrag von Sponskonaut »

Hier ist ein kleines Video von Joshua Fields Millburn, der den Begriff "Minimalismus" noch mal für alle erklärt, die mit dieser Bezeichnung womöglich hadern. Er stellt da ganz schön heraus, dass es dabei nicht um eine Zugehörigkeit zu einer elitären Gruppe geht, sondern um die Intention dahinter - und dass man dem Ganzen auch problemlos andere Namen geben könnte:



Momentan bin ich auch wieder dabei, etliches Zeug zu verschenken, verkaufen oder zu entsorgen, weil es meinem Leben einfach keinen Mehrwert bringt. Jede Menge Kram, der in Schubladen vergammelt, weil ich ihn nie gebraucht habe und auch niemals brauchen werde. Oder eben Zeug, das mir in den Füßen rumsteht und mir alleine schon deswegen Arbeit macht und Lebenszeit raubt, weil ich ihn ständig herumschieben muss. Jedenfalls wird hier aus Wohnung und Keller noch einiges rausgeworfen werden. [yeshappy]
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Re: Minimalismus

Beitrag von Sponskonaut »

Nun ist auch wieder die Zeit gekommen, in der ich mich mehr mit Minimalismus befasse und bedacht darauf bin, selbigen mehr in meinem Leben zu verankern.

Mittlerweile habe ich sogar die Schnauze davon voll, dass ich mir so viele Filme und Bücher gekauft habe - die zu einem Großteil nur noch im Regel stehen und einstauben. Tatsächlich bereue ich es gerade zutiefst, mir den ganzen Kram zugelegt zu haben. [nono] Um diesen Ballast abzuwerfen, habe ich in den letzten zwei Tagen ordentlich aussortiert. Zuerst habe ich Spiele, Bücher, Blu-rays, DVDs und Schallplatten ausgemistet und per App bei Momox und Rebuy eingescannt. Und tatsächlich wird dabei ein Betrag von rund 150€ rumkommen. Das Momox-Paket wird ziemlich groß, das für Rebuy ein bisschen kleiner. Aber so oder so ist es ein gutes Gefühl, diesen Besitz allmählich zu minimieren. Sobald ich sie geguckt habe, werden auch noch mehr Blu-rays veräußert, das ist jetzt schon fest eingeplant.

Dann habe ich auch noch drei Tüten voll mit Büchern gepackt, die bei den beiden Resellern nicht angenommen wurden. Teilweise habe ich diese Bücher schon gelesen, teilweise habe ich sie gekauft und dann nie wieder angerührt. Jedenfalls ist jetzt das Momentum da, um das Zeug endlich loszuwerden. Warum soll ich die Sachen im Regal einstauben lassen, wenn jemand anderes noch Freude daran haben kann? Und ich kann mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass ich den Kram nie mehr anrühren werde.

Kürzlich habe ich auch einen alten PC-Tower einer ukrainischen Familie geschenkt. Mit Core-i5, SSD und beQuiet!-Netzteil hatte der sogar ein paar gescheite Komponenten verbaut. Aber verkaufen wollte ich das Ding jetzt auch nicht, hätte wahrscheinlich ewig gedauert und am Ende wäre irgendein Dumping-Preis dabei rausgekommen. Wollte ich mir dann auch nicht geben. Auf diese Weise habe ich noch was Gutes getan, und ich weiß, dass diejenigen dankbar dafür sind. [yeshappy]

Auf jeden Fall miste ich jetzt wieder ordentlich aus und will am Ende wirklich nur noch das behalten, was ich auch tatsächlich benutze. Ich will einfach nichts mehr einlagern, nur um des Einlagern willens. Denn seien wir ehrlich: Wie oft braucht man die Sachen wirklich, die man "nur für den Fall, dass..." unbedingt aufheben möchte? Eigentlich nie, oder? Am Ende hat man vergessen, dass man das Zeug hat. Oder es ist dann so alt, dass man sich sowieso was Neues holt.

Wie belastend es ist, sich um so viel Besitz zu kümmern, sehe ich auch gerade bei der Haushaltsauflösung meiner Mutter. Wie viel Zeug sich da angesammelt hat... [nono] Das Dumme ist: Irgendwann wird sich irgendjemand um all das Zeug kümmern müssen, das man im Laufe seines Lebens so angehäuft hat. Das will ich doch keinem antun. Deswegen ist es mir auch so ein Anliegen, meinen Besitz auf die notwendigsten Habseligkeiten zu reduzieren und weder mich selbst noch jemand anderes irgendwann damit zu belasten. Wenn ich mal gehe, dann sollen die Erinnerungen an mich bleiben, nicht das Materielle.
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Re: Minimalismus

Beitrag von Sponskonaut »

Ein recht bekannter Minimalist ist übrigens auch Joshua Becker:



Ich finde seine Tipps teilweise zwar ein bisschen übertrieben und "zu viel des Guten", aber die grundsätzliche Botschaft ist natürlich nicht verkehrt: Seinen Besitz auf das Nötigste reduzieren und so Ablenkungen vermeiden, damit man sich auf die Dinge konzentrieren kann, die einem wirklich wichtig sind.
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Re: Minimalismus

Beitrag von Sponskonaut »

Tatsächlich bin ich auch gerade dabei, meinen Arbeitsplatz im "Home Office" entsprechend minimalistisch zu gestalten. [yeshappy]

Beispielsweise steht und liegt auf meinem Schreibtisch nichts herum, das ich nicht zum Arbeiten brauche. Würde mich alles nur ablenken und das kann ich bei der kreativen Arbeit ohnehin nicht gebrauchen. Dann wird auch demnächst noch der DELL-Tower, der eigentlich nur noch als Medienserver dient, demnächst abgebaut. Ich nutze eh nur noch mein MacBook mit externem Monitor, den großen Rechner benötige ich im Grunde nicht mehr. Dann kann auch der Subwoofer meiner 2.1-Anlage wieder auf das kleine Schränkchen neben dem Schreibtisch wandern, sodass nichts mehr unter dem Tisch steht.

Ansonsten ist schon alles, was nicht regelmäßig benutzt wird, in den Schrank gepackt worden. Aber auch da wird noch ordentlich ausgemistet werden. Hatte kürzlich schon etliches Elektronik-Kleinzeug verschenkt, das sich im Laufe meiner IT-Tätigkeit so angesammelt hat. Aber da schlummert in meinen Schubladen noch mehr Zeug, das eigentlich aussortiert werden kann. Wird ebenfalls jetzt in Angriff genommen.
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Re: Minimalismus

Beitrag von Sponskonaut »

So, jetzt habe ich auch noch drei Papiertüten voll mit Büchern gepackt, die weder von Rebuy noch von Momox angenommen wurden. Die verschenke ich jetzt, am Dienstag werden sie abgeholt. Ich weiß einfach, dass ich die Bücher nicht mehr anrühren werde, ob nun gelesen oder ungelesen. Dafür stehen die schon viel zu lange im Regal rum und stauben ein. Und davon hat dann keiner was.

Wie gesagt, fühlt sich auch dermaßen gut an, diesen Ballast endlich abzuwerfen und zu wissen, dass man den Kram aus den Augen hat und gegebenenfalls beim nächsten Umzug nicht mehr schleppen muss. Spätestens dann merkt man, was für ein Klotz am Bein solche Sachen sind. Da ich mir ja letztes Jahr einen E-Book-Reader zugelegt hatte, werde ich den ab jetzt fleißig verwenden. Ist letztlich auch praktischer, als im Bett zu liegen und mit so einem dicken und unhandlichen Wälzer zu hantieren. So ein schlanker Reader ist da die wesentlich praktischere Alternative, zumal man hinterher nicht gucken muss, was man mit den gelesenen Büchern macht.
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Re: Minimalismus

Beitrag von Sponskonaut »

Der Abschied von Dingen, die mir keinen Mehrwert (mehr) bieten, geht heiter weiter. [yeshappy]

Heute habe ich meine DELL-Workstation abgebaut, die mir nur noch als Medienserver fürs AppleTV gedient hat. Nun ja, nur dafür ist das Gerät eigentlich viel zu schade, weswegen ich es plattgemacht und neu installiert habe. Im Herbst, wenn wir mehr Zeit und Ruhe haben, wird meine Frau den Rechner übernehmen.

Entsprechend habe ich auch die ganzen externen Festplatten mit meiner Film- und Seriensammlung abgestöpselt und in eine Kiste gepackt. Das "Wichtigste" habe ich auf eine einzige 4TB-Platte geschoben - und das reicht mir völlig aus. Keine Ahnung, warum ich so viel Zeug digital gehortet habe. Das ist echt Kram dabei, den ich wohl nie gucken werde. Wahrscheinlich werde ich in kürzester Zeit nicht mal mehr wissen, was ich da alles mal hatte. Eben weil es mich nie wirklich interessiert hat. Außerdem hatte ich auch keine Lust mehr, die Sammlung derart penibel zu pflegen und jedesmal Backups zu machen. So wichtig ist der Kram einfach nicht. Zumal die Streaming-Dienste und Watchlists schon voll mit Zeug sind. Und was ich wirklich öfter gucke, habe ich ohnehin als Blu-ray.
Dann kann auch der Subwoofer meiner 2.1-Anlage wieder auf das kleine Schränkchen neben dem Schreibtisch wandern, sodass nichts mehr unter dem Tisch steht.
Das habe ich jetzt genau so gemacht, dementsprechend steht jetzt nichts mehr unter dem Tisch, also habe ich sogar mehr Beinfreiheit und kann dort auch besser mit dem Staubsauger hantieren. Davon mal abgesehen, dass die Steckerleiste kaum noch belegt ist, weil es die Festplatten nicht mehr gibt. Außerdem spart das letztlich auch Strom. [yeshappy]

Das heißt, mein Arbeitsplatz wird nun auch allmählich minimalistischer und übersichtlicher. Weiß auch nicht, aber ich habe wohl gerade so ein Momentum, was das Ballastabwerfen angeht. [daumen]
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