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[64 | 4x16] Perfekte Piloten / Slide by Wire

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[64 | 4x16] Perfekte Piloten / Slide by Wire

#1

Beitragvon Alexslider » So 30. Mär 2008, 14:45


Episodeninhalt: Nach dem Besuch in einer hochgerüsteten Welt, in der Amerika und Russland erbittert Krieg führen, werden die Sliders getrennt. Quinn, Rembrandt und Colin reisen, ohne es zu wissen, mit Maggies Alter Ego aus dieser Dimension in die Nächste. Die echte Maggie bleibt zurück und muss erkennen, dass ihr Ebenbild in dieser Welt für eine grauenhafte Operation vorgesehen ist, die aus ihr einen computergesteuerten, perfekten Kampfpiloten machen soll...



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Sponskonaut
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Re: [64 | 4x16] Perfekte Piloten / Slide by Wire

#2

Beitragvon Sponskonaut » Di 31. Dez 2013, 19:37

Prinzipiell bietet "Perfekte Piloten" recht interessante Rahmenbedingungen, auch wenn die primäre Thematik nicht wirklich etwas Neues ist. Außerdem sollte erwähnt werden, dass es eine Folge mit großem Maggie-Fokus ist, was letztlich die einzig wahre Stärke dieser Episode ist.

Dass Menschen zu "Kampfmaschinen" umoperiert werden, ist etwas, das schon oft in Filmen und Serien thematisiert wurde. Auch, dass die verwendeten Technologien nicht wirklich ausgereift sind, bei den Probanden zu gesundheitlichen Komplikationen oder gar zum Tod führen können und dem jeweiligen Antagonisten ziemlich egal sind, ist ein Handlungsstrang, der schon sehr oft verwurstet wurde. Ideenreichtum kann man den Drehbuchautoren für "Perfekte Piloten" also nicht attestieren.

Loben muss ich an dieser Stelle allerdings Darstellerin Meg Foster, die in der Rolle von Maggies Vorgesetzter Col. Margaret Burke zu überzeugen weiß. Dabei sind es nicht nur ihre Wahnsinns-Augen, sondern auch die gesamte Präsenz, die ihr diese durchdringliche Kälte verleihen - und sie für mich zu einer Antagonisten machen, die ich mal wieder ernstnehmen kann.

Interessant ist grundsätzlich auch die Idee, eine Episode in zwei Welten parallel spielen zu lassen. Das Problem dabei ist nur, dass keiner der beiden Erden genügend Aufmerksamkeit zuteil wird. Während Quinn, Colin, Remmy und das Maggie-Double in einer Art Mittelalter-Welt landen, in der der Besitz von Technik bestraft wird, verbleibt die echte Maggie in der vorherigen Welt, in der die Amerikaner mit den Russen im Krieg stehen.

Leider wird wird in der Mittelalter-Welt in keinster Weise erwähnt, wieso der Besitz von technischen Geräten bestraft wird, noch erfährt der Zuschauer, was sich hinter der dubiosen Tür befindet, in die die jeweiligen Eigentümer gestoßen werden. Mit keinem Wort wird zur Sprache gebracht, wie und warum sich diese Welt auf diese Weise entwickelt hat. Erschwerend kommt hinzu, dass der mittelalterliche "Vollstrecker" als Antagonist nicht wirklich taugt, der er eher wie eine Witzfigur rüberkommt. Drehbuchtechnisch ist es zudem eher ungeschickt, dass man den Kerl zu Beginn als gefährlich darstellt, später hingegen (als die Sliders dann mit ihm interagieren) das Ganze eher in die Komik-Richtung dreht. Generell bin ich aber wirklich kein Fan davon, wenn in Sliders irgendwelche bestimmten zeitlichen Epochen thematisiert werden. Das hat für mich immer ein bisschen den faden Beigeschmack, dass man einfach nur Kulissen verwenden wollte, die gerade mal aus einer anderen Produktion da waren - um Geld zu sparen. [zwinker]

Für die Parallel-Erde, auf der sich die Original-Maggie befindet, ist es dieselbe Krux: Man erfährt lediglich, dass wohl ein Krieg herrscht, tiefer wird darauf aber nicht eingegangen, und man klammert sich vornehmlich an die "Killermaschinen-Thematik". Schön zu sehen ist hingegen, dass Kari Wuhrer wahrlich keine schlechte Darstellerin ist und die Figur der Maggie - das zeigt sich besonders im Gespräch mit ihrem Co-Piloten - beileibe eine sehr clevere ist, als sie im Gespräch mit ihrem Flug-Partner locker herausfindet, worum es sich bei der ganzen Technologie handelt.

Grundsätzlich mag ich Folgen, in denen sich das Drehbuch auch mal auf ein einzelnes Sliders-Mitglied konzentriert. Interessant ist hier in Szene gesetzt, dass sich die echte Maggie menschlich arg weiterentwickelt und gebessert hat, während ihr Pendant aus der anderen Welt nach wie vor eher eine karrieregeile Soldatin ist und erst im Laufe der Episode diesen emotionalen Umbruch durchlebt. Gut gefallen haben mir die Gespräche zwischen Maggie und "ihrem" Mann, die Maggies Charakter hier genauer beleuchten.

Alles in allem wĂĽrde ich die Episode als ganz okay bezeichnen, wobei man deutlich dazusagen muss, dass das Erforschen der Welten hier eine eher untergeordnete Rolle spielt, dafĂĽr aber der Fokus auf Maggie klar herausgestellt wird. Als vorbildliche Folge ist "Perfekte Piloten" sicherlich nicht zu bewerten, fĂĽr Maggie-Fans und Freunden von "Charakterstudien" ist sie allerdings schon ein Muss. [zwinker]

P.S.: Was mir auch mal wieder aufgefallen ist: Anscheinend war es mal wieder ĂĽberhaupt kein Problem, in die vorherige Welt zurĂĽckzukehren. Keine Ahnung, ob mir da irgendwas entgangen ist... Vielleicht kann mir da jemand ggf. auf die SprĂĽnge helfen.


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Re: [64 | 4x16] Perfekte Piloten / Slide by Wire

#3

Beitragvon MartyMcFly » Do 10. Apr 2014, 22:19

Also, die Maggie zentrierte Folge gefällt schon, es gibt Momente in dieser Folge, wo Kari Wuhrer als Maggie "brilliert" sozusagen, genau davon will ich mehr sehen. So wird mir auch der Charakter Maggie sympathischer. Mit dieser Folge ist sie mir jedenfalls sympathischer geworden. Da hat sowohl die Doppelgängerin Maggie dazuetwas beigetragen als auch die Original Maggie. Ihren Ehemann Jensen zurückzubringen, war eine gute Idee.

Sponskonaut hat geschrieben: Interessant ist hier in Szene gesetzt, dass sich die echte Maggie menschlich arg weiterentwickelt und gebessert hat, während ihr Pendant aus der anderen Welt nach wie vor eher eine karrieregeile Soldatin ist und erst im Laufe der Episode diesen emotionalen Umbruch durchlebt. Gut gefallen haben mir die Gespräche zwischen Maggie und "ihrem" Mann, die Maggies Charakter hier genauer beleuchten.

Dito, so habe ich es auch empfunden.
Sponskonaut hat geschrieben: Loben muss ich an dieser Stelle allerdings Darstellerin Meg Foster, die in der Rolle von Maggies Vorgesetzter Col. Margaret Burke zu überzeugen weiß. Dabei sind es nicht nur ihre Wahnsinns-Augen, sondern auch die gesamte Präsenz, die ihr diese durchdringliche Kälte verleihen - und sie für mich zu einer Antagonisten machen, die ich mal wieder ernstnehmen kann.

Schon? Mir ist sie nicht großartig aufgefallen und nicht grade "tiefgründig" vorgekommen und die Augen haben dazu eher beigetragen ;) Vermutlich hängt das aber auch mit ihrem negativen Charakter als "Kriegsführerin" zusammen. Mit ihrer Präsenz hast du allerdings recht, das hat sie voll durchgezogen.

Sponskonaut hat geschrieben: Leider wird wird in der Mittelalter-Welt in keinster Weise erwähnt, wieso der Besitz von technischen Geräten bestraft wird, noch erfährt der Zuschauer, was sich hinter der dubiosen Tür befindet, in die die jeweiligen Eigentümer gestoßen werden. Mit keinem Wort wird zur Sprache gebracht, wie und warum sich diese Welt auf diese Weise entwickelt hat. Erschwerend kommt hinzu, dass der mittelalterliche "Vollstrecker" als Antagonist nicht wirklich taugt, der er eher wie eine Witzfigur rüberkommt. Drehbuchtechnisch ist es zudem eher ungeschickt, dass man den Kerl zu Beginn als gefährlich darstellt, später hingegen (als die Sliders dann mit ihm interagieren) das Ganze eher in die Komik-Richtung dreht. Generell bin ich aber wirklich kein Fan davon, wenn in Sliders irgendwelche bestimmten zeitlichen Epochen thematisiert werden. Das hat für mich immer ein bisschen den faden Beigeschmack, dass man einfach nur Kulissen verwenden wollte, die gerade mal aus einer anderen Produktion da waren - um Geld zu sparen. [zwinker]

Als die Slider in diese Welt ankommen und ins Mittelalter "katapultiert" werden, ist die technikfreie Welt zumindest mal eine lohnende Abwechslung. (Double-)Maggie: "Ich finds hier wundervoll, so einfach, meine GĂĽte seht euch die Sterne an!"
Jegliche Technik wird in dieser Welt als böse anerkannt. Es wäre schon interessant gewesen, welchen Auslöser es auf dieser Welt denn gegeben haben soll, der diese komplette Abneigung der Technik verursachte. Man könnte annnehmen, es hatte mit einem Atomunfall zu tun bzw. auch Atombomben, durchaus möglich, denn wenn früher Ketzer am Scheiterhaufen verbrannt wurden, so werden sie analog auf dieser Welt anscheinend mit radioaktive Strahlen in dieser Kammer "verbrannt". Am Anfang sehen wir, wie ein Stück böse Technik zerstört wird: Es war ein Computermonitor. Das heißt, diese Welt ist im Computerzeitalter und daher, wie in "normalen" Welten auch, am aktuellen Stand der Technik! Das ist auch interessant! Fragen kommen auf, ob die Technik nicht allen Ländern derart abgelehnt wird? Irgendwo auf der Welt müsste zumindest die Technik ihren normalen Fortschritt gehen. Oder entstand diese Ablehnung erst vor wenigen Jahren durch oben genannte ähnliche Ereignisse? Fragen über Fragen. Daraus hätte man durchaus eine ganze Folge ordentlich füllen können.

Quinn inszenierte etwas übertrieben eine Szene auf dem "verständlichen" Niveau des Mittelalters um damit Angst unter den Anwesenden zu schüren. Die "Performance", die Quinn hinlegte um Remmy da zu befreien, war wirklich ein bisschen zu komisch.
Eine wichtige Message hatte er jedoch, sowohl für uns, als auch für die Menschen auf dieser Welt. Quinn: "Die Technologie ist weder gut noch böse, sie ist nur Werkzeug, es hängt davon ab wie man sie einsetzt" Um den Menschen den Gedanken auszutreiben, dass Technik per se schlecht sei.

Sponskonaut hat geschrieben: P.S.: Was mir auch mal wieder aufgefallen ist: Anscheinend war es mal wieder ĂĽberhaupt kein Problem, in die vorherige Welt zurĂĽckzukehren. Keine Ahnung, ob mir da irgendwas entgangen ist... Vielleicht kann mir da jemand ggf. auf die SprĂĽnge helfen.

Du wirst es mittlerweile vermutlich schon wissen, aber in die vorherige Welt zurĂĽckzukehren, das geht mit dem Timer seit der Exodus Doppelfolge.

So was haben wir noch? Genau!
Nach Quinns oben erwähnter komödiantischer Vorstellung, um Remmy zu befreien, sagt Remmy: "War das dein Rettungsplan...?" und Quinn darauf: "Ich habe keinen Gagschreiber, wie du weißt!" aha! [vv] Jerry führte in dieser Folge übrigens auch Regie.

Und dann noch der diesmal gezeigte Slide Vortex mit den Effekten plus Sound, diesmal von hinten, ja prächtig! Macht doch diesen Vortex auch "vorne" zum Standard, dann gefällt der mir auch wieder. So sah man den jetzt zum ersten Mal, oder?:
Was solls, hier gleich die komplette lustige Szene mit "QUINNTAR's" [lachen2]
"ĂĽberragender Performance" plus der Slide-Vortex:



und weils so lustig war, hier das noch im Originalton. Die ganze Szene ist dabei noch fast ĂĽber eine Klasse besser ;) Fantastic!



Zitat von Autor Chris Black:
“What we did was try to play two worlds against each other,” explains Chris Black, “splitting the Sliders up in one world where technology has run amuck and taken over these people’s lives, and the flip side was a world where technology is forbidden and an anathema to these people, so we see how these two worlds collide and how our Sliders react when they’re stuck on each world

So habe ich es noch garnicht gesehen. Diese zwei Gegensätze. In einer Welt hat die Technologie vom Menschen praktisch Besitz ergriffen, in der anderen ist das komplette Gegenteil der Fall, Technologie ist verboten und wird als das "reine böse" angesehen.
Super Idee! Die Umsetzung (wie sie oft) könnte natürlich besser sein.

Ein Zitat noch dazu, von Mike Truman's Review von Earthprime.com:
In a second half where we’ve seen more misses than hits, this story was a welcome oasis in a desert of mediocrity. Not only does writer Chris Black do an excellent job playing the two incarnations of Maggie off each other, he adds an extra element by pitting the highly technological world of alternate Maggie against a world it may become if they fail to manage their technology well. Kari Wuhrer has one of her best outings ever in the dual roles of Maggie, recapturing the old character without making it caricature. It’s a fitting closure to the old role, and makes it easier to accept the rapid changes in Maggie between seasons.



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Re: [64 | 4x16] Perfekte Piloten / Slide by Wire

#4

Beitragvon Sponskonaut » Fr 11. Apr 2014, 09:51


MartyMcFly hat geschrieben:Zitat von Autor Chris Black:
“What we did was try to play two worlds against each other,” explains Chris Black, “splitting the Sliders up in one world where technology has run amuck and taken over these people’s lives, and the flip side was a world where technology is forbidden and an anathema to these people, so we see how these two worlds collide and how our Sliders react when they’re stuck on each world

So habe ich es noch garnicht gesehen. Diese zwei Gegensätze. In einer Welt hat die Technologie vom Menschen praktisch Besitz ergriffen, in der anderen ist das komplette Gegenteil der Fall, Technologie ist verboten und wird als das "reine böse" angesehen.
Super Idee! Die Umsetzung (wie sie oft) könnte natürlich besser sein.

Dann muss ich aber sagen, dass das wirklich schlecht umgesetzt ist. Vor allem deswegen, weil man die "moderne" Welt ausschließlich in diesen Militär-Kontext gesetzt hat, während die Mittelalter-Welt die Bevölkerung beleuchtet. Als jemand, der selbst kreativ schreibt, sage ich immer, dass etwas prinzipiell dann schlecht erzählt ist, wenn der Autor es hinterher erklären muss. Es sei denn, es handelt sich tatsächlich um Werke, die absichtlich Raum für Interpretationen lassen. Da fallen mir als Erstes die Sachen von Lars von Trier oder Michael Haneke ein - wobei das sicherlich Werke sind, die sowieso ein ganz anderes künstlerisches Niveau haben, was bei "Sliders" nicht der Fall ist.

Du wirst es mittlerweile vermutlich schon wissen, aber in die vorherige Welt zurĂĽckzukehren, das geht mit dem Timer seit der Exodus Doppelfolge.

Dann muss mir das wohl entgangen sein, wobei ich schändlicherweise gestehen muss, dass ich auf diese "Sci-Fi-Aspekte" kaum achte, auch wenn sie relativ wichtig sind. Meine "analytischen Beobachtungen" konzentrieren sich aber meistens auf die Charaktere selbst.


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