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Soaps & Telenovelas

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Soaps & Telenovelas

#1

Beitragvon Sponskonaut » So 10. Jan 2016, 00:41

Inspiriert durch einen anderen Thread, will ich einfach mal in die Runde fragen, ob und wer von Euch auch mal eine Soap oder eine Telenovela fĂŒr einen lĂ€ngeren Zeitraum verfolgt hat. [zwinker]

Ich oute mich jetzt einfach mal und nenne als meine "Guilty Pleasures" Serien wie Lindenstraße, GZSZ, Unter uns & Verbotene Liebe. [teehee]

Jetzt kann man von diesen Serien natĂŒrlich halten, was man will - und ich habe diese allesamt "nur" phasenweise verfolgt -, aber man kann ihnen wahrlich nicht absprechen, bspw. erzĂ€hlerisch vieles richtig zu machen. Ich kann mich jedenfalls noch gut daran erinnern, dass da einige spannende HandlungsstrĂ€nge vorhanden und auch die Charaktere teilweise ganz ordentlich gezeichnet waren.

Was ich aber auch sehr beachtlich fand, war (jetzt mal am Beispiel von GZSZ), wie austauschbar die Darsteller waren, auch wenn sie einen guten Job gemacht haben und man sich an sie gewöhnt hatte. Die Figur des Peter Becker wurde sage und schreibe von drei verschiedenen Schauspielern verkörpert. Lustigerweise haben diese Wechsel oft gar keine Rolle mehr gespielt, wenn man die neuen Gesichter ein paarmal gesehen hatte. [lachen1]

Außerdem fand ich es von den Soap- und Telenovela-Drehbuchautoren immer ganz gut gelöst, wie schnell man als Zuschauer in die jeweiligen Serien einsteigen konnte. Aus meiner Erinnerung wĂŒrde ich sagen, dass es vielleicht drei oder vier Episoden gebraucht hat, um voll in der Geschichte "zu sein".

Vor allem die Lindenstraße habe ich als Kind immer sehr gebannt verfolgt. [yeshappy] Und GZSZ habe ich mit einem meiner Ă€ltesten Freunde eher aus Spaß von Beginn an geguckt, weil es im Privatfernsehen wirklich eine "Innovation" war. Okay, dass die Darsteller teilweise so grottig waren, hat uns sicherlich auch amĂŒsiert, aber insgesamt waren die Geschichten um die Figuren schon irgendwie spannend. Es war damals (bevor es diese ganzen gescripteten "Reality TV"-Formate gab) schon etwas Besonderes, diese Protagonisten zu verfolgen, die nicht aus einem Hollywood-Action-Film entsprungen zu sein schienen, sondern quasi "Leute wie du und ich" waren, die selbst Probleme hatten. Meistens sogar so arge Probleme, dass man sich als Zuschauer beruhigt zurĂŒcklehnen und sich sagen konnte, dass es einem doch nicht so schlecht geht... [zwinker]

So, und jetzt mal Butter bei die Fische! [zwinker]

Habt Ihr auch solche "Guilty Pleasures" von damals? Welche vermeintlich "schlechte" Serie habt Ihr damals verfolgt?


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Re: Soaps & Telenovelas

#2

Beitragvon MartyMcFly » Do 17. MĂ€r 2016, 15:05

Nein, frĂŒher habe ich kein Soaps oder Telenovas verfolgt. Aber eine schon und zwar DIE Telenovela, Sturm der Liebe. Aber auch nur hin- und wieder und sowas lĂ€uft meist nur nebenbei. So zĂ€h und laaaaaaangwierig die Serie ist, hin- und wieder kommt nur ein "schmarrn" raus oder manchmal oder oft wo mir nur ein "aha" auskommt, so muss man der Serie einiges zugestehn, nicht umsonst lĂ€uft die Serie seit ĂŒber 10 Jahren erfolgreich. Hin- und wieder hat mich die Serie ĂŒberrascht mit verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig spannenden Folgen (vorallem wenns gegen ende einer Staffel zugeht). Und auch durch gute Schauspieler, die teilweise seit Beginn an dabei sind. Das immer und immer und immer wieder im Grunde dasselbe durchgekaut wird, ist ja nichts neues, so ist das bei den Telenovas. Aber man muss wirklich den Hut ziehen vor den Machern, vor der Produktion von Sturm der Liebe. Was fĂŒr ein Pensum, die da absolvieren, unglaublich. JEDEN Wochentag muss eigentlich eine ganze Folge im Kasten sein, so umgerechnet. Pause gibts nur ganz wenig im Jahr, vielleicht kommen zwei oder drei Wochen zusammen, wo keine neue Folge ĂŒber den Bildschirm lĂ€uft. Also von der produktionstechnischen Seite her, Respekt!! Und das Ding gibt ja auch optisch was her. Und natĂŒrlich auch den Schauspielern, die Tag fĂŒr Tag fĂŒr Tag seit Jahren vor der Kamera stehen. Aber auch von der Story her, ĂŒberrascht es mich doch immer wieder, wie die Macher da wieder neue VerhĂ€ltnisse schaffen, die sich wieder irgendwie einfĂŒgen, wie "gut" oder "schlecht" das ist, ist fast schon zweitrangig.


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Re: Soaps & Telenovelas

#3

Beitragvon Sponskonaut » Do 17. MĂ€r 2016, 15:46

Bei mir war es auch eine Zeit lang mal SdL... [lachen1] Aber ich muss ja zugeben, dass ich schon relativ frĂŒh bei "Rote Rosen" hĂ€ngengeblieben bin. [zwinker] Irgendwie kommt mir die LĂŒneburger-Telenovela insgesamt wesentlich weniger kitschig vor als SdL.

Jedenfalls habe ich "Rote Rosen" ab der 8. Staffel verfolgt, die 9. habe ich auch komplett gesehen, und alles, was danach kam, habe ich eher sporadisch verfolgt. Mittlerweile bin ich aber wieder eingestiegen und muss zugeben, dass die Serie doch irgendwie immer noch Spaß macht. [lachen1] Sicherlich sind immer mal wieder relativ hanebĂŒchene HandlungsstrĂ€nge dabei, aber grundsĂ€tzlich ist es irgendwie immer unterhaltsam, und wenn die Serie mal richtig starke Phasen hat, dann ist es eine gute Mischung aus Spannung, Drama und Humor.

Finde ich auf jeden Fall auch beachtlich, was die Beteiligten fĂŒr ein Pensum absolvieren und dabei noch schauspielerisch solide Leistungen abliefern. Überhaupt muss ich sagen, dass ich bei RR noch nie Darsteller erlebt habe, die wirklich schlecht gewesen wĂ€ren. Sind ja auch oft gestandene Theater- und Fernsehschauspieler, also kein Vergleich zu bspw. GZSZ, wo man ja (zumindest in den AnfĂ€ngen) tatsĂ€chlich Laiendarsteller verpflichtet hat. [lachen1]

Was ich bei Soaps und Telenovelas aber immer beachtlich finde, ist, wie sehr es bei den Fans auf persönliche Sympathien oder Antipathien ankommt, wenn es um die Figuren geht - und wie sehr die Meinungen da oft auseinandergehen. Meistens geht es auch um fast nichts anderes, sodass richtige "Diskussionen" kaum möglich sind.

Wie gesagt, auch wenn es viele wahrscheinlich nicht nachvollziehen können, weil sie Telenovelas und Soaps "schwachsinnig" finden, finde ich sie teilweise sehr unterhaltsam und manchmal auch mitreißend. [yeshappy]


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#4

Beitragvon Sponskonaut » Mo 5. Jul 2021, 04:18

Was soll ich sagen? Ich muss gestehen, dass ich seit letzter Woche wieder bei "Rote Rosen" eingestiegen bin. [lachen1]

Ich weiß auch nicht, wie ich darauf kam. Aber ich glaube, ich kann herleiten, woher die Lust darauf gekommen ist. Vermutlich will ich nach meinem "Filmkritiker-Aus" endlich mal wieder den Kram gucken, auf den ich wirklich Bock habe - auch wenn es so ein Telenovela-Quatsch wie "Rote Rosen" ist. Sich einfach nur berieseln lassen, ohne im Hinterkopf zu haben, dass man im Anschluss noch irgendwas Analytisches schreiben muss. Da eignet sich fĂŒr mich so eine tĂ€gliche Telenovela echt noch am besten.

Finde es ja auch immer wieder krass, wie schnell man in solch eine Serie hineinfindet, selbst wenn man sie seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat. Aber das liegt tatsĂ€chlich an den DrehbĂŒchern. Und ich finde, dass das handwerklich echt eine Kunst ist, neue oder eben auch alte Zuschauer mit dieser ErzĂ€hlweise innerhalb von zwei oder drei Episoden wieder ins Boot zu holen. Schon bemerkenswert. Lustigerweise fĂŒhlt sich das dann wie ein Nachhausekommen an, wenn man solch eine Serie nach langer Zeit wieder guckt. [grinsen]

TatsĂ€chlich war es seit dem Beginn meiner Filmseite so, dass ich mir derartige Sachen "verboten" habe. Ich habe mir echt eingeredet, ich könnte meine Zeit doch nicht mit solch einem Mumpitz verschwenden, wo ich doch stattdessen lieber irgendeinen Arthouse-Film oder dergleichen sehen sollte, ĂŒber den ich dann auch schreiben kann. Was fĂŒr ein Quatsch! Wieso sich nicht mal von einer Soap oder Telenovela unterhalten lassen? Klar, das sind weiß Gott keine Serien, die einen umhauen und sprachlos auf der Couch zurĂŒcklassen. Aber es ist und bleibt Unterhaltung - an der man sich erfreuen kann oder eben nicht. Wieso sollte man sich also dann selbst so einschrĂ€nken? Jedenfalls bin ich schon wieder voll drin im Geschehen, weiß aber auch nicht, ob ich das dauerhaft beibehalten werde. Aber aktuell finde ich es ganz angenehm und unterhaltsam.


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