[41 | 3x18] Endzeit / Sole Survivors

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Alexslider
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Beitrag von Alexslider »

Es gibt jetzt das Drehbuch zur ursprünglichen Fassung mit Arturo zu dieser Folge auf Earthprime.com: http://www.earthprime.com/episode/scripts/s3_e19.pdf

Seit wann ist "Gesundheit" ein englisches Wort? Das steht nämlich gleich zu beginn im Script.
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MartyMcFly
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Re: [41 | 3x18] Endzeit / Sole Survivors

Beitrag von MartyMcFly »

Also Maggie ist da wirklich zum kotzen. Und zum Schluss sieht sie das anscheinend irgendwie ein, geht aber zu schnell, neee. wää schrecklich.
Warum die Macher Maggie hier nur so extrem unsympathisch gezeigt haben?

Das mit "Gesundheit" wusste ich auch nicht, wieder was dazugelernt!
Das Script zur ursprünglichen Fassung hat mittlerweile einen neuen Link ;)
http://www.earthprime.com/scripts/scrip ... ndated.pdf
Habs durchgeflogen, sehr interessant, wie es gewesen wäre mit dem Professor, der Doktor wäre garnicht dabei gewesen und so manches wäre anders gewesen. Erinnert ein bisschen an "Der keimfreie Planet", als der Prof. Penicilin herstellte...

Und hier auch einen Hinweis auf die erstaunliche Parallele zu unserer Sliders - "Neue Dimensionen" Rollenspiel-Story.
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Sponskonaut
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Re: [41 | 3x18] Endzeit / Sole Survivors

Beitrag von Sponskonaut »

Ich denke, man macht es sich ein bisschen zu einfach, wenn man hier wirklich nur die Grund-Story der Episode bewertet. Sicherlich mag "Endzeit" wieder eine dieser "Motto-Folgen" sein, in der die Drehbuchautoren mehr oder weniger schon zu oft Dagewesenes einfach übernommen haben - diesmal ist es eine Zombie/Mutanten-Welt -, aber die Episode hat (vor allem vor dem Hintergrund, dass der Zuschauer nun erstmals das neue Team bewundern darf) darüber hinaus wesentlich mehr zu bieten als so manch andere.

Zunächst mal muss man loben, dass es in der Folge auch viele ruhige Momente gibt. Momente, in denen die verschiedenen Charakter (insbesondere Wade und Maggie) detailreicher beleuchtet werden als in den meisten anderen Episoden. Man muss nur mal an die gespräche zwischen Wade und Remmy denken, in denen Remmy Wade's Verlustängste mehr oder weniger analysiert. Das sind schon sehr starke Szenen, wie ich finde. Vor allem auch deshalb, weil es nach dem Ausscheiden von Arturo wohl ein fataler Fehler gewesen wäre, gleich im Anschluss nur auf Action zu setzen und diesen Verlust nicht zu thematisieren. Und das geht nun mal nur, indem man die charakterlichen Reaktionen der übrigen Slider zeigt und sie sich weiterentwickeln lässt. Ich finde, das ist in der Episode bestens gelungen.

Was die Figur von Maggie angeht, muss ich den meisten hier allerdings widersprechen. Maggie ist nun mal Vollblut-Soldatin und handelt eben so. Dass sie Quinn, wenn es nicht mehr anders gegangen wäre, erschossen hätte, ist ihr aber nicht negativ anzulasten, da es ja auch Quinns Wunsch gewesen wäre. Sicherlich hätte Maggie vor allem im Sinne der ganzen Truppe gehandelt (eben so, wie sie es in der Armee auch getan hat), hätte aber auch den "Befehl" bzw. den Wunsch eines Freundes respektiert.

Ziemlich unmöglich fand ich dagegen Wades Verhalten, die Maggie gleich mal mit dem Vorurteil belegt, sie könne die anderen unter Umständen im Stich lassen. Was primär deswegen ein Unding ist, weil Remmy selbst in der Navy war und (auch wenn das viele nicht hören möchten) ähnlich tickt wie Maggie - und zwar in dem Sinne, dass kein Kamerad im Stich gelassen wird. Auch so ein Vorwurf, den sie Remmy an den Kopf wirft, der aber gleich merkt, dass dieser Vorwurf eher Richtung Maggie gehen sollte.

Alles in allem wirkt Wade hier wesentlich unsympathischer und egoistischer, und statt sie als verletzliches weibliches Wesen darzustellen, macht sie eher den Eindruck der beleidigten Zicke, die nicht vertragen kann, dass sie nicht mehr die einzige Frau und damit die "Prinzessin" im Team ist. Wahrscheinlich lässt sich insgesamt sagen, dass die Charakterzeichnung teilweise etwas unglücklich, weil etwas überzogen ausgefallen ist. Man sollte aber berücksichtigen, dass die Autoren hier wohl mit der Brechstange ihre Intention vermitteln wollten, weswegen man die überspitzte Darstellung der Figuren nicht überbewerten sollte. Ich denke, bei solch einem Serienformat hatte man in den 90ern noch nicht so wirklich das Feingefühl für eine gekonntere Charakterzeichnung.

Aber zurück zur Story: Im Prinzip bin ich ein Fan von Zombie/Mutanten-Filmchen, weswegen ich dieser Episode relativ offen gegenüberstand. Sicherlich wirken die Mutierten eher wie aus einem B-Movie entnommen, aber insgesamt kommt schon eine gewisse Endzeit-Stimmung, vor allem auch deshalb, weil man hin und wieder etwas größere menschenleere Flächen sieht und nicht nur mal eben eine einzige Straße und ein einzelnes Gebäude. Ein gewisses Maß an passender Atmosphäre kann man der Episode nicht absprechen.

Man möge mich korrigieren, wenn ich da falsch liege, aber soweit ich mich erinnern kann, wurde gar nicht erklärt, wieso die Infizierten lichtscheu waren, oder?

Alles in allem würde ich "Endzeit" als recht solide Folge bezeichnen, die ich (vor allem der ruhigen Momente wegen) eher noch zu den besseren Episoden zähle. Sicherlich mögen die restlichen Faktoren 08/15 sein, aber allein wegen der näheren Beleuchtung der neuen Gruppenkonstellation lohnt es sich, diese Folge anzuschauen.
"A man is rich in proportion to the number of things which he can afford to let alone.”
- Henry David Thoreau
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