Minimalismus

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Re: Minimalismus

Beitrag von Sponskonaut »

Meine Ausmist-Aktion geht übrigens auch weiter: Nachdem ich zuletzt weder das Apple TV 3 noch die Xbox 360 losgeworden bin, habe ich das Zeug jetzt noch mal bei Ebay-Kleinanzeigen reingestellt. Verdienen will ich damit ja nichts mehr, weswegen ich mit dem Preis noch ein bisschen runtergegangen bin. Ich hoffe mal, dass ich es jetzt loswerde. Mir steht das Zeug wirklich nur in den Füßen rum, weswegen ich es im Notfall auch verschenken würde. Aber wenn ein paar Euro noch rumkämen, wäre das natürlich noch besser.

Mit Blick auf den bevorstehenden Umzug will ich aber jetzt endlich mal zu Rande kommen, um später auch einigermaßen vorbereitet zu sein. Es war beim letzten Mal schon eine wahre Tortur, die ich mir sicherlich kein zweites Mal gebe... [nono]

Ich muss auch sagen, dass ich mich besonders im Sommer von einer vollgestellten Bude noch erdrückter fühle. Da habe ich erst recht das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Keine Ahnung, ob ihr das auch kennt, aber bei mir ist das tatsächlich so.
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Re: Minimalismus

Beitrag von Sponskonaut »

Sponskonaut hat geschrieben: Mo 6. Jun 2022, 13:30 So, jetzt bin ich tatsächlich auf Patreon ein "Patron" von den Minimalists geworden. [yeshappy]

Hatte jetzt lange überlegt, ob ich es machen soll, aber der Content von denen ist für mich so interessant und wertvoll, dass ich mich jetzt einfach mal dazu entschieden habe. Ich finde, wer so interessanten Content macht, der für mich einen Mehrwert darstellt, den kann ich auch ruhig mal finanziell unterstützen. [yeshappy] Jedenfalls habe ich jetzt Zugriff auf etliche Exklusiv-Inhalte und kann mich da munter durchgucken. Das Abo läuft erst mal ein Jahr, dafür habe ich im Voraus 115€ gezahlt, war dann ein bisschen günstiger als die 9€ im Monat. Hätte auch das kleinere Abo nehmen können, aber dann hätte ich den Podcast nicht als Video gehabt, was mir einfach ein bisschen besser gefällt.
Auch hier gibt es mal wieder was Neues zu vermelden: Tatsächlich habe ich gestern mein Patreon-Abo von den Minimalists (nach zwei Jahren Laufzeit) gekündigt. Es tut mir zwar ein bisschen leid, aber die Entscheidung hat mehrere Gründe.

Ich mag den Content der Jungs wirklich sehr, aber es gab jetzt einfach zu viele Veränderungen, die das Ganze immer uninteressanter für mich gemacht haben. Zum einen fand ich es traurig, dass Ryan NIcodemus (einer der beiden Minimalists-Gründer) vor einiger Zeit in den Staaten umgezogen ist und nun nur noch sporadisch im Podcast-Studio ist. Wenn, dann ist er meistens zugeschaltet. Jedenfalls mag ich den Typen sehr und finde, dass seine Präsenz und sein Humor da einfach fehlen. Zwar hat sich schon vor seinem Weggang T.K. Coleman angeschlossen, aber der ist wirklich kein gleichwertiger "Ersatz".

Er gibt zwar auch immer sehr guten Input, aber ich hatte immer öfter das Gefühl, dass sich Coleman und Joshua Fields Milburn (der andere Mitbegründer) eher gegenseitig "beweihräuchern", was ihre Lebensweisheiten und Philosophien angeht. Nicodemus hat das einfach die benötigte Portion Humor reingebracht. Das fehlt mir mittlerweile tatsächlich sehr.

Und vorgestern kam auch noch die Ankündigung, dass das Team in Zukunft auf die Video-Version des Podcasts verzichten will. Das finde ich besonders schade, weil ich die Minimalists über deren erste Doku auf Netflix und ihren Youtube-Kanal gefunden habe. Für mich war das Ganze also von Anfang an eine visuelle Sache. Den Audio-only-Podcast habe ich nie gehört. Wegen den Videos hatte ich auch direkt das mittlere Patreon-Abomodell gewählt. Ich finde einfach, dass es wesentlich schöner ist und für mich einen nennenswerten Mehrwert hat, wenn man Mimik und Gestik auch noch sieht. Zudem ist für jemanden, der nicht englischer Muttersprachler ist, auch hilfreich, um auch bei Passagen folgen zu können, die man nur per Audiospur vielleicht nicht komplett versteht.

Jedenfalls finde ich es schade, dass sich der Podcast bzw. der Content der Jungs so verändert hat, dass er für mich immer uninteressanter geworden ist. Ich glaube, ich bin so 2018 oder 2019 auf die Minimalists gestoßen und fand deren Inhalte gleich sehr ansprechend. Hat mich einfach sofort abgeholt die Minimalismus-Philosophie. Aber vielleicht habe ich das Mindset auch mittlerweile so verinnerlicht, dass ich den Content einfach nicht mehr "brauche".

Na ja, was soll's. Dinge verändern sich, manche auch nicht unbedingt so, wie man es gerne hätte. Ich muss aber auch gestehen, dass ich die letzten Episoden alle mitgeschnitten habe und jetzt noch genügend Material habe, das noch für lange Zeit reicht. Aber fest steht, dass mir das in der Audio-Form schlicht und ergreifend zu wenig ist. Hinzu kommt, dass ich noch etliche andere Podcasts habe, die ich gerne gucke oder höre, z.B. den von Rich Roll, den ich auch schon lange (aus zeitlichen Gründen) nicht mehr verfolgt habe. Werde ich aber bald nachholen. Zumal diese ganzen Podcasts kostenlos zu haben sind.

Finde es halt insofern schade, als dass die Minimalists quasi zu einem Bestandteil meines Lebens geworden sind, weil sie mein Konsumdenken so grundlegend beeinflusst und verändert haben. Aber wie sie es selbst ja immer sagen: Minimalismus bedeutet vor allem, Dinge loslassen zu können. Vor allem dann, wenn sie einem keinen Mehrwert bieten. Und das werde ich mit der Abo-Kündigung jetzt auch beherzigen. [yeshappy]
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Re: Minimalismus

Beitrag von Sponskonaut »

Hatte jetzt auf Patreon auch zwei Kommentare hinterlassen, die auch ein paar Male geliked wurden. Allerdings scheinen diejenigen, die den Podcast als Video verfolgt haben, tatsächlich in der Minderheit zu sein. Jedenfalls haben die Minimalists zumindest den einen Kommentar selbst geliked, weil sie auf Feedback immer großen Wert legen.

Hatte schon überlegt, ob ich das Abo eventuell doch behalten soll, aber es war wirklich die Video-Version, die mich damals zum Abonnieren animiert hat. Und wenn die jetzt wegfällt, ist der Hauptgrund damit nicht mehr gegeben. Ist aber auch nicht schlimm, weil ich auch immer mehr das Gefühl hatte, dass mich der Content nicht mehr großartig weiterbringt. Aber ich werde mir die ganzen Episoden, die ich mitgeschnitten habe, in nächster Zeit mal anschauen.

Habe aber auch noch genügend andere Podcasts mittlerweile entdeckt, die ich mindestens genauso wertvoll oder sogar noch interessanter finde. [yeshappy]
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Re: Minimalismus

Beitrag von Sponskonaut »

Auch hier mal wieder was Neues zum Thema. [zwinker]

Habe mir jetzt vorgenommen, dieses Jahr wirklich nichts mehr zu kaufen. Das heißt, Lebensmittel fallen natürlich nicht darunter, aber eben alles andere: Klamotten, Technik, Unterhaltungselektronik etc.pp. Bin jetzt so gut eingedeckt, dass ich echt nichts mehr brauche. Will auch jetzt nur was austauschen, wenn was defekt ist und sich nicht mehr reparieren lässt.

Auch zum anstehenden Prime-Day will ich eigentlich nichts kaufen. Hatte mir zwar überlegt, ob ich mir vielleicht eine Siebträger-Kaffeemaschine holen soll, aber eigentlich will ich gerade kein Geld mehr ausgeben, zumal es mein Vollautomat absolut noch tut.

Wie schon gesagt, tatsächlich muss ich mich immer wieder an den Minimalismus-Gedanken erinnern, weil man den "Konsum-Verführungen" ja permanent ausgesetzt ist. Zwar gibt es noch einige Dinge, die ich gerne hätte, aber eben auch nicht zwingend brauche. Das gilt besonders für Filme, allerdings will ich mir da gar nichts Neues mehr ins Regal stellen. Es sei denn, es handelt sich um Filme, die ich tatsächlich öfter mal schaue, oder irgendwelche Special-Boxen oder Produktionen, die bei den Streamingdiensten gar nicht verfügbar sind. Aber mittlerweile ist es mir aber auch relativ egal, wenn ich das eine oder andere einfach nicht sehen kann.
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Re: Minimalismus

Beitrag von Sponskonaut »

Bei mir geht das Ausmisten in die nächste Runde – und das nicht nur in materieller Hinsicht.

Bin zuletzt noch eine große Klamottenkiste über "Platz schaffen mit Herz" losgeworden, aber ich miste meinen Kleiderschrank jetzt noch weiter aus. Ich denke aber, dass die letzte Aktion wirklich die letzte sein wird. Denn ich werden meinen Klamottenbestand so reduzieren, dass nur noch die Sachen übrig bleiben, die ich auch tatsächlich regelmäßig trage. Alles andere werde ich kompromisslos ausmisten.

Kleinkram von meinen Eltern bin ich heute auch losgeworden, was für mich enorm wichtig war. Natürlich hingen an diversen Teilen Erinnerungen dran. Aber am Ende wurde ich eben auch daran erinnert, dass es unsere "Familien-Zentrale" nicht mehr gibt. Diesen Gedanken haben diese Gegenstände getriggert, weswegen ich sie jetzt weggegeben habe. Denn was bringen mir nostalgische Erinnerungsstücke, wenn ich sie nicht in erster Linie mit schönen Momenten in Verbindung bringen, sondern mit Tatsachen, die schmerzen?

Elektronik kommt bei mir jetzt aber auch weg, bspw. meine gute Kaffeemaschine von Moccamaster. Hatte mir die vor rund zwei Jahren mal gekauft, weil ich dachte, dass ich auf Filterkaffee umsteigen würde – habe ich aber nicht. Letztlich bin ich bei meinem Vollautomaten geblieben, den ich wirklich jeden Tag nutze, weil mir der Kaffee einfach wesentlich besser schmeckt. Habe die andere Maschine jetzt zusammengepackt und bei Kleinanzeigen eingestellt.

Selbiges gilt für ein altes MacBook, an dem ich in der Vergangenheit ein bisschen "gebastelt" hatte. Habe es jetzt in der Ursprungszustand gebracht und ebenfalls bei Kleinanzeigen zum Verkauf reingestellt. Ich kann damit nichts mehr anfangen, also kann es weg. Wenn ich es noch ein bisschen was dafür bekomme, ist es okay. Gleiches gilt für meine beiden Curved-Monitore von Samsung. Mittlerweile nutze ich zwei teure DELL-Geräte, die zum einen 4k sind und die ich zum anderen tatsächlich geschenkt bekommen habe. Also halte ich an denen jetzt auch nicht mehr fest.

Was aber auch noch wegkommt, ist meine PS5. Die werde ich aber per Rebuy verkaufen. Es hat sich herausgestellt, dass ich einfach kein Zocker mehr bin – und dass mir nicht mal mehr FIFA bzw. EA FC noch sonderlich Spaß macht. Habe lange mit dem Gedanken gespielt, werde es aber jetzt in die Tat umsetzen. Zumal ich meine Bildschirmzeiten jetzt auch drastisch reduzieren möchte, womit wir beim nächsten Punkt wären: digitaler Minimalismus.

Soziale Netzwerke nutze ich schon eine ganze Weile nicht mehr, weil sie schlicht und ergreifend keinen Mehrwert für mich haben und nur "Aufmerksamkeitsfresser" sind. Brauche ich nicht. Hinzu kommt, dass ich derzeit auch weder Nachrichten noch sonst irgendwelche Polit-Talks und dergleichen verfolge. Habe mal wieder festgestellt, dass mir diese Form der Informationsaufnahme derzeit überhaupt nicht guttun. Das befeuert nur meinen Weltschmerz, der mich im schlimmsten Fall nachts nicht gut einschlafen lässt. Das heißt, Achtsamkeit ist bei mir wieder ein großes Thema, weswegen ich mich jetzt gleich auf mehreren Ebenen im Minimalismus übe.
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