Zugegeben, die Prämisse klingt schon mal spannend, allerdings muss ich sagen, dass ich streckenweise das Gefühl hatte, dass mich der Film "verliert". Ich weiß nicht genau, woran es lag, zumal die Spielzeit mit gerade mal 90 Minuten eigentlich genau richtig ist für einen kleinen Horror-Thriller dieser Güteklasse. Und letztendlich bin ich auch froh, dass ich doch drangeblieben bin.
Denn die Mischung aus Horror-Schocker und Single-Location-Thriller hat dann doch recht passabel funktioniert. Ein steriles Setting mit kaltem Neonröhrenlicht, ein paar pointiert eingesetzte Effekte und ein Cast, der seine Sache insgesamt ganz ordentlich gemacht hat, ergeben hier einen recht unterhaltsamen Genre-Vertreter – der teilweise auch ein bisschen blutig wird, was dem Film ganz gutgetan hat.
Natürlich ist Schlafmangel der perfekte Aufhänger für Halluzinationen, die hier selbstredend thematisiert werden. Tatsächlich fühlte ich mich streckenweise an "Event Horizon" erinnert, falls sich jemand noch an den Film erinnert. Wobei Regisseur Paul W. S. Anderson in seinem Sci-Fi-Horrorfilm noch viel geschickter mit Ängsten und Visionen spielt, als es "Schlaf! Nicht! Ein" schafft.
Dennoch: Die irische Produktion hat mich mit ihrer Inszenierung, dem Erzähltempo, der straffen Laufzeit und der talentierten Besetzung insgesamt überzeugen können. Als Muss würde ich diesen Genre-Beitrag zwar auch nicht bezeichnen, Horrorfans sei "Schlaf! Nicht! Ein" aber durchaus mal ans Herz gelegt.
Meine Wertung:
