2016 // Stranger Things

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Re: 2016 // Stranger Things

Beitrag von Sponskonaut »

Wir haben jetzt auch mit der fünften Staffel angefangen, aber ich muss sagen, dass ich im Grunde ad hoc wieder im "Stranger Things"-Universum drin war. Hatte aufgrund der Veränderungen, die @MartyMcFly ja schon erwähnt hatte, eigentlich die Befürchtung, mehr "Anlaufzeit" zu brauchen, was aber (zum Glück) nicht der Fall war. Mittlerweile haben wir die ersten zwei Episoden geschaut.

Aber es stimmt schon, dass sich alles ein bisschen "abgenutzt" hat, weil man es schon so oft in der Serie gesehen hat. Ich finde den Horror-Anteil zwar immer noch gut gemacht, aber auch nicht mehr so erschreckend wie vorher. Insofern kann ich die Kritik ein bisschen nachvollziehen. Trotzdem freue ich mich darüber, dass mich die Serie innerhalb kurzer Zeit wieder gekriegt hat. Auch wenn bei mir ebenfalls so langsam der Wunsch aufkommt, dass es jetzt ruhig zu Ende gehen kann. Bin gespannt, wie das Finale dann ausfällt.

Was die eine Nebenfigur und prominente Nebendarstellerin angeht, hatte ich genau denselben Gedanken: Sehr cool, die mal wiederzusehen, aber auch nicht wirklich notwendig. Hätte eine unbekanntere Schauspielerin sicherlich genauso gut gemacht, wenn nicht sogar noch besser. Ich war nie ein allzu großer Fan, auch wenn sie, wie Marty erwähnt hat, Teil eines großen Franchises war. Aber darstellerisch hat sie im Laufe ihrer Karriere – jedenfalls meines Wissens nach – nicht wirklich viele verschiedene Facetten gezeigt. Deswegen passt die Rolle in "Stranger Things" zwar zu ihr, aber als Highlight würde ich ihren Auftritt auch nicht bezeichnen.

Egal, bin gespannt wie die Serie enden wird. Ich hoffe mal auf eine Art Happy End. [zwinker]
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Re: 2016 // Stranger Things

Beitrag von Sponskonaut »

So, wir sind jetzt tatsächlich durch mit der Serie und ich kann nur sagen: Wow! [huch] Ich nehme wirklich alles zurück, was auch nur ansatzweise negativ geklungen hat, und kann gar nicht in Worte fassen, wie geflasht ich noch bin. Ich weiß auch gar nicht, wo ich anfangen soll, muss erst mal meine Gedanken sortieren.

Nachdem die Serie jetzt fertig ist, muss ich wirklich zugeben, dass es (meiner Ansicht nach) die fünfte tatsächlich noch gebraucht hat. Wie konsequent und konsistent die Geschichte auserzählt wurde, finde ich einfach nur beeindruckend. Da hat aber auch alles gestimmt: die Inszenierung, die Effekte, die Erzählweise. Für mich rundum gelungen!

Ich muss auch gestehen, dass sich der Eindruck, das Universum hätte sich abgenutzt, beileibe nicht erhärtet hat. Im Gegenteil, mich hat das Ganze schnell wieder gepackt. Und vor allem waren mir die ganzen Charaktere, auch wenn die jüngeren natürlich älter geworden sind, immer noch so umheimlich vertraut. Und was mir auch gefallen hat, ist, dass die letzte Staffel noch mal immens emotional geworden ist. Die Darsteller haben durch die Bank weg einen unfassbar guten Job gemacht und sind mir sehr ans Herz gewachsen.

Zumal in der Serie auch so viel Message und Subtext steckt. Die Coming-of-Age-Geschichte finde ich hier nach wie vor perfekt in Szene gesetzt. Es geht aber nicht nur ums Erwachsenwerden, sondern auch um Identität, Selbstvertrauen, Selbstermächtigung, Familie und Freundschaft. Und all diese Themen behandelt "Stranger Things" mit so viel Herzblut und Menschlichkeit, dass einem nur warm ums Herz werden kann.

Ich habe die letzte Staffel wirklich sehr genossen, habe mitgefiebert, mitgelitten und gestaunt – und muss nach diesem Ritt einfach sagen, dass "Stranger Things" für mich immer eine der besten Serien sein wird, die ich je gesehen habe. Weil sie sich eben nicht auf einen Aspekt oder ein Genre runterbrechen lässt, sondern sich auf so vielen Ebenen bewegt – und auf all diesen Ebenen auch wunderbar funktioniert.

Wie auch immer, mir wird die ganze Geschichte sicherlich noch eine ganze Weile durch den Kopf gehen, ich werde mir vermutlich noch einiges an Trivia reinziehen und alles noch ein bisschen sacken lassen. Und wenn mich ein Werk so nachhaltig beeindruckt, ist das für mich immer ein Zeichen dafür, dass sie mir richtig gut gefallen hat. [yeshappy]
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Re: 2016 // Stranger Things

Beitrag von Sponskonaut »

Tatsächlich bin ich einen Tag später immer noch geflasht von den ganzen Eindrücken. Und vor allem auch davon, wie "herzlich" der Abschied von den Figuren dann ausgefallen ist. Ich finde, die Duffer-Brüder haben hier ganze Arbeit geleistet und dem Publikum einen würdigen Abschied beschert.

Für mich ist und bleibt "Stranger Things" einer der besten Serien-Beiträge zum Sci-Fi-Genre, zumal ich eh Geschichten mag, in denen eine Gruppe von Kids irgendeinem Phänomen auf den Grund geht. Sei es "Standy by Me", "ES" oder "Super 8".

Sehr cool fand ich in der zweistündigen Finalfolge auch wieder die Inszenierung. Neben den vielen emotionalen Momenten, die auch wirklich angebracht waren, fand ich die Musikauswahl auch wieder goldrichtig. Hat einfach wunderbar gepasst und sowohl den Charakteren als auch der 80er-Ära gebührend Tribut gezollt.

An den Einblendungen aus den alten Staffeln konnte man auch noch mal richtig sehen, wie erwachsen die Schauspieler mittlerweile geworden sind. Aber dementsprechend hat man auch als Zuschauer das Gefühl, mit den Figuren eine lange Zeit durchlebt zu haben. Ich denke, das macht einen großen Reiz der Serie aus – und den Abschied so schwer. Da kann man sich nur vorstellen, wie emotional die letzte Klappe für die Besetzung war. Hat man ja schon bei "The Big Bang Theory" gesehen, wie viele Tränen da geflossen sind.

Ein Behind-the-Scenes zum "Stranger Things"-Finale gibt es hier:

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