Mein neues Hobby: Kochen

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Mein neues Hobby: Kochen

Beitrag von Sponskonaut »

Mann, ich sehe gerade, dass mein "Koch-Einstand" schon ganze fünf Jahre her ist. Wie schnell die Zeit vergeht. [huch]

Wie auch immer, das Hobby ist in den letzten Jahren ein bisschen in den Hintergrund geraten, weil einfach andere Sachen dazwischenkamen. Deswegen hatte ich über weite Strecken kaum Nerv, mich mit der Kocherei weiter zu befassen. Aber soll ich euch eas sagen? Die Lust darauf kehrt allmählich wieder zurück, wofür ich sehr dankbar bin. Liegt aber auch daran, dass wir in der neuen Bude ein größere und schönere Küche haben. Außerdem hatten wir uns zum Einzug endlich mal einen richtigen Einbauherd geleistet. Das heißt, das Gerät war weiß Gott nicht teuer (ist eins von SHARP), tut aber seinen Dienst problemlos und reicht für unsere Zwecke locker aus.

Darüber hinaus bin ich aktuell zum Vegetarismus übergegangen und mehr oder weniger auf dem Sprung zum Veganismus. Habe dafür mehrere Anläufe gebraucht, aber jetzt habe ich endlich das Gefühl, dass ich auf nichts verzichten muss. Ich muss aber auch dazusagen, dass ich nie viel verschiedenes Fleisch gegessen habe. Was das betrifft, habe ich meistens Geflügel oder Hackfleisch gegessen. Sowohl Rindfleisch, auf dem man ewig rumkauen muss, als auch Schweinefleisch mit viel Fett und Sehnen konnte ich nie viel abgewinnen. Und Wild habe ich eigentlich nie gegessen. Von daher fällt es mir auch nicht schwer, Fleisch und Wurst aus meiner Ernährung zu streichen.

Dementsprechend erschließe ich mir gerade die vegetarische und vegane Küche und bin begeistert, was man da alles schnell und einfach zaubern kann. [yeshappy] Meine Frau hat mir zum Geburtstag ein Buch von Sebastian Copien geschenkt, einem sehr interessanten veganen Koch. Jedenfalls erschließen sich mir gerade ganz neue "Geschmacksregionen", weswegen ich wieder mehr zum Kochen zurückgefunden und meine Ernährungsgewohnheiten überdacht habe. Ich stehe zwar noch am Anfang dieser "Reise", aber mir gefällt jetzt schon, was da alles möglich ist. So oder so hätte ich nicht gedacht, dass ich noch mal derart zum Kochen als Hobby zurückfinden würde.
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Mein neues Hobby: Kochen

Beitrag von Sponskonaut »

Nun sind zwei weitere Monate vergangen und ich vermisse Fleisch nach wie vor nicht. [yeshappy] Gab es bei den letzten Ernährungsumstellungen immer mal wieder, dass ich nach einer gewissen Zeit so einen "Fleisch-Heißhunger" bekommen habe, aber das ist irgendwie komplett vorbei. So richtig kann ich es mir nicht erklären, aber mittlerweile kann ich wirklich sagen, dass mir Fleischverzehr absolut nichts mehr gibt.

Habe aber noch zwei Gutscheine (1x50 und 1x20€) für Vantastic, die ich bald mal einlösen werde. Da gibt es ohne Ende vegetarische und vegane Produkte. Werde mich da mal genüsslich durchprobieren. [grinsen]
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Re: Mein neues Hobby: Kochen

Beitrag von Sponskonaut »

Nachdem ich hier die Tage noch einen ellenlangen Beitrag dazu geschrieben hatte, dass ich vom Veganismus jetzt zum Pescetarismus umsteigen würde – sorry, habe den Beitrag später gelöscht –, bin ich doch wieder ganz schnell bei der veganen Ernährung gelandet...

Jedenfalls hatte ich mir parallel zur pescetarischen Ernährung vorgenommen, ab und zu auch Milchprodukte zu konsumieren. Das hatte ich vorgestern auch getan, indem wir nach ewig langer Zeit mal wieder bei einer Pizzeria unseres Vertrauens bestellt haben. Ich hatte einen Gemüseauflauf (mit Käse überbacken) und Tiramisu. Einen Tag davor hatte ich auch noch Thunfisch gegessen. Das Ergebnis war, dass mir wenige Stunden später, als ich ins Bett bin, speiübel war. Und damit meine ich, richtig übel. Das hatte den Effekt, dass ich wirklich erst früh um halb neun irgendwann eingeschlafen bin.

Keine Ahnung, ob ich die tierischen Fette oder andere Inhaltsstoffe nicht mehr vertrage, aber damit ist das Thema für mich wieder erledigt. Zumal ich mich, seit ich mich vegan ernähre, nicht daran erinnen kann, wann ich das letzte Mal solch ein Völlegefühl hatte. [nono] Das Ende vom Lied war, dass meine Frau den bestellten Fisch von der Fischtheke bei Globus abbestellt hat. Besonders Milchprodukte habe ich bislang eigentlich nie vermisst, also warum sollte ich jetzt wieder damit anfangen? Ich werde bei der veganen Ernährung bleiben, aber nun noch mehr darauf achten, mir meine Sachen einfach selbst "herzustellen". Also, vom Gemüsebrotauftrich bis hin zu warmen Mahlzeiten.
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Re: Mein neues Hobby: Kochen

Beitrag von Sponskonaut »

So, nun habe ich einen weiteren Versuch unternommen, wieder zum Mischköstler zu werden, der aber diesmal ein bisschen problemloser verlaufen ist. Letztes Wochenende habe ich (seit knapp drei Jahren) zum ersten Mal wieder Eier gegessen. Zwar war mir am Abend ziemlich flau im Magen, aber das lag vermutlich daran, dass ich wegen der Zahn-OP wenig bis gar nichts gegessen hatte. Und wenn, dann nichts wirklich Festes.

Das heißt, dass ich mich in Zukunft wohl flexitarisch bzw. mediterran ernähren werde. Das heißt, ich werde grundsätzlich bei pflanzenbasierter Ernährung bleiben, ab und zu aber auch mal tierische Produkte essen. Wobei es mir da in erster Linie um Fisch, Geflügel und Käse geht. Ich werde auch weiterhin eher auf Hafermilch als auf Kuhmilch setzen und nach Möglichkeit auch vegane oder vegetarische Optionen in Betracht ziehen. Grundsätzlich werde ich aber nicht mehr ganz so streng auf tierische Inhaltsstoffe achten. Muss einfach sehen, was mir bekommt und was nicht. Sollte ich merken, dass mir dieses oder jenes nicht guttut, lasse ich es eben weg.

Mir geht es vor allem darum, alle wichtigen Nährstoffe zu bekommen und auch ein bisschen flexibler zu sein, ohne ständig zu penibel auf Inhaltsstoffe achten zu müssen. Klar, man gewöhnt sich daran, aber manchmal nervt es auch ein bisschen. Ich will mir da nicht zu viele Restriktionen aufbürden. Vor allem dann nicht, wenn ich mal unterwegs bin und mir schnell mal eben was zu essen holen will.

Trotzdem war es gut, dass ich diese vegane Phase durchgezogen und satte 18 Kilo damit abgenommen habe. [yeshappy] Ich will mein Gewicht auch auf jeden Fall halten, was ich parallel mit genügend Bewegung auch sicherlich hinkriegen werde.
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Re: Mein neues Hobby: Kochen

Beitrag von Sponskonaut »

Puh, nachdem ich nun ein bisschen Fleisch und ein paar wenige Milchprodukte zu mir genommen habe, merke ich schon wieder, dass es mir nicht besonders guttut. Vor allem merke ich es in meinen Fingern. Das heißt, morgens habe ich aktuell mehr Morgensteifigkeit denn je – und das kann eigentlich nur an der Ernährung liegen, weil ich ansonsten nichts anders gemacht habe. [nope]

Deswegen werde ich wohl nun doch bei der veganen Ernährungsweise bleiben, weil ich mit der anscheinend die wenigsten körperlichen Probleme habe. Wollte meine Ernährung zwar ein bisschen variieren, aber unter diesen Umständen sehe ich mal davon ab. Zumal ich vegan die letzten zwei, drei Jahre ganz gut gefahren bin.
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Re: Mein neues Hobby: Kochen

Beitrag von Sponskonaut »

Da es in Sachen Ernährung mal wieder ein Update gibt, hole ich den Thread mal wieder hoch. [lachen1]

Nachdem ich mich die letzten Jahre sehr konsequent vegan ernährt bzw. vegan gelebt habe, hat mein Körper die Tage regelrecht nach Fisch verlangt. Ich habe keine Ahnung, woher das kam, aber letztlich habe ich dem Verlangen nachgegeben und mir eine Thunfischpasta gemacht, die auch verflucht lecker geworden ist. Fleisch werde ich allerdings nach wie vor nicht mehr essen.

Was auf meinem Speiseplan landen wird, sind Fisch, Eier und Honig. Ich habe auch keine Lust mehr, B12 mit Kapseln supplementieren zu müssen, zumal diese Nahrungsergänzungsmittel (sofern man auf Qualität achtet, was man sollte) nicht gerade günstig sind. Da ich mich ja dennoch vorwiegend pflanzlich ernähren werde, sollte unter diesen Umständen das B12 von dm vollkommen ausreichend sein.

Vermeiden werde ich außerdem Milchprodukte, weil ich die starke Vermutung habe, dass ich da irgendwas nicht vertrage. Denn als ich damals vegan geworden bin, sind meine Verdauungsprobleme, mit denen ich schon immer zu kämpfen hatte, im Grunde über Nacht verschwunden. Das heißt, ich setze weiter auf Hafermilch, Sojaquark und dergleichen, werde aber nicht mehr penibel darauf achten, wenn in einem Produkt Milchbestandteile vorhanden sind.

Was mich natürlich weiterhin beschäftigt, ist das Tierwohl. Deswegen wird es bei mir Produkte aus der Massentierhaltung nicht mehr geben. Aber für meine Gesundheit muss ich da einfach einen Mittelweg finden. Meine Arthritis verlangt eben auch nach einer ausgewogenen Ernährung, die Arachidonsäure aus tierischen Produkten (vor allem aus Fleisch) vermeidet. Eier kommen dann eben vom Bauern, statt vom Supermarkt, bei Fisch achte ich auf Fangart und Nachhaltigkeit und bei Honig darauf, wie die Bienen gehalten werden.

Auch wenn das Ethische bei mir eine große Rolle spielt, kann ich mit diesen vielen Einschränkungen nicht mehr gut leben, weil sie mir (Thema schlechtes Gewissen) wirklich auf die Psyche hauen – die bei mir nach den vielen schlimmen Erlebnissen der letzten Jahre ohnehin angeschlagen ist. Dann beim Konsum wieder wesentlich flexibler zu sein, erleichtert mir mein Leben dann doch ungemein. Was auch für Klamotten und Schuhe gilt, auch wenn ich weitgehend auf Leder verzichten werde.

Damit endet meine 100 % vegane Zeit zwar, kann aber guten Gewissens darauf zurückblicken, weil doch viel hängen geblieben ist. Als Veganer beschäftigt man sich wesentlich mehr mit Ernährung, Nährstoffen und dergleichen, was mir auch weiterhin helfen wird. Auch der Sinn für Nachhaltigkeit (vor allem im Zusammenspiel mit dem Minimalismus) hat mich sehr weitergebracht.
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