Puh, was soll ich sagen? Wie gesagt, der FIlm hat mich irgendwie angelacht, nachdem ich nach Sci-Fi gefiltert hatte. Da hab ich spontan entschieden, ihn mir anzuschauen. Übrigens liegt er bei Disney+ nur im englischsprachigen Original vor, was auch recht gut zu verstehen war. Trotzdem hab ich ihn vorsichtshalber mit Untertiteln geschaut, weil ab und an doch ein bisschen genuschelt wird.
Tatsächlich fühlte ich mich ein bisschen an "Cube" erinnert, falls sich hier noch jemand an diesen Sci-Fi-Horror-Thriller erinnert. Soll heißen: "The Mill" gibt sich auch als Kammerspiel, dass sich irgendwie zwischen Sci-Fi, Mystery und "Horror" einordnen lässt. Der Hauptdarsteller trägt also weitgehend den Film, was ihm (wie ich finde) auch recht gut gelingt. Allzu viel charakterliche Tiefe sollte man hier allerdings nicht erwarten, was aber zu einem erheblichen Teil am Drehbuch liegt. Die Leistung von Lil Rel Howery würde ich aber mal als recht solide bezeichnen.
Auch was das visuelle angeht, fand ich dieses Sci-Fi-Kammerspiel ganz ordentlich in Szene gesetzt. Zugegeben, ein High-Budget-Blockbuster ist "The Mill" beileibe nicht, aber auch kein ausgesprochener B-Movie. Darstellerisch und inszenatorisch kann man dieser kleinen Produktion also keinen Vorwurf machen. Was das Skript, die Umsetzung und die Botschaft des Films angeht, allerdings schon...
Es wird nicht nur viel zu schnell klar, worum es geht – nämlich wie inhuman der Kapitalismus in seiner schlimmsten Form sein kann –, die Message wird auch einfach viel zu deutlich und plakativ ausformuliert. Sowohl in der Inszenierung als auch in den Dialogen. Hier hätte es mir viel besser gefallen, wenn wesentlich subtiler vorgegangen worden und dem Publikum nicht gleich jede Botschaft auf dem Silbertablett serviert worden wäre. Am Ende ist das gefühlt zwar alles gut gemeint, aber viel zu platt umgesetzt. Dabei wäre die Prämisse ideal gewesen, um wenigstens ein bisschen im Unklaren zu lassen und dem Zuschauer die Deutung zu überlassen.
Meine Wertung:
