2020 // The House at NIght

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Sponskonaut
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2020 // The House at NIght

Beitrag von Sponskonaut »

Da ich gerade dabei bin, mir auf Disney+ ein paar Hulu-Produktionen anzuschauen, bin ich auf "The House at Night" (OT: "The Night House") gestoßen. Ich wusste tatsächlich gar nichts von dem Film und habe ihn mir einfach mal angeschaut – und wurde nicht enttäuscht.


  Handlung
Nachdem Beth (Rebecca Hall) ihren Mann Owen (Evan Jonigkeit) verloren, muss sie ihr Leben allein in dem Haus am See betreiten, dass er für die beiden selbst entworfen und gebaut hat. Doch in der Nacht hat Beth Albträume, die sich schnell in Visionen wandeln – und auf eine Präsenz im Haus deuten. Ist es Owen?

Tatsächlich war ich ziemlich schnell drin in der Story, was gleich mehrere Gründe hat. Zum einen braucht die Geschichte nicht lange, um in Fahrt zu kommen, nimmt sich aber auch genügend Zeit, um die Handlung zu etablieren und Zugang zur Hauptfigur zu finden. Dass das so gut funktioniert, liegt zu einem erheblichen Teil an Rebecca Hall, die hier verdammt stark aufspielt. Sie verkörpert die trauernde Hinterbliebene, die allmählich das Doppelleben ihres vermeintlich vertrauten Ehemannes enthüllt, absolut überzeugend.

Ich denke, man kann "The House at Night" guten Gewissens als psychologischen Horror, Mystery-Thriller oder Horror-Drama bezeichnen – oder als irgendwas dazwischen. Denn neben den Grusel-Elementen hat der Film auch Drama-Anteile, die authentisch zeigen, was Verlust bedeutet. In der Figur von Rebecca Hall spiegeln sich nicht nur der Schmerz des Verlustes, sondern auch Enttäuschung wider. Wie gesagt, die Britin überzeugt, wie ich finde, auf ganzer Linie und macht den Streifen zu mehr als nur einem unterhaltsamen Horror-Beitrag. Allein das hat mir an "The House at Night" schon gefallen.

Dass dieser wohltemperierte Genre-Mix so gut funktioniert, liegt aber auch an der Stimmung und der Atmosphäre, die Regisseur David Bruckner hier erzeugt. Der Filmemacher schafft es, die Horror-Erzählung ganz selbstverständlich mit der menschlichen Tragödie zu verknüpfen – und so eine düstere Atmosphäre zu erschaffen, die gekonnt für beides steht. Zudem kratzt er mit seiner Inszenierung auch noch ein bisschen an ein Kammerspiel, weil die Story fast gänzlich von Rebecca Hall getragen wird.

Mir hat "The House at Night" jedenfalls ziemlich gut gefallen. [yeshappy] Übrigens: David Bruckner ist ein ähnlicher Wurf schon 2017 gelungen – mit "The Ritual". Da schafft er es genauso spielend, eine dramatische und zutiefst menschliche Erzählung in einen Horror-Plot einzubetten.

Meine Wertung: [popcorn] [popcorn] [popcorn] [popcorn] von 5 Popcorn-Portionen, auch wenn das vermutlich viele als zu viel ansehen würden. Aber für mich war es einfach eine komplett runde Sache.
"A man is rich in proportion to the number of things which he can afford to let alone.”
- Henry David Thoreau
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