Tatsächlich hatte ich mir vorab gar nichts zu dem Film durchgelesen, hatte ihn aber irgendwie immer im Hinterkopf noch auf meiner Watchlist. Mehr als die kurze Zusammenfassung von Amazon wusste ich von dem Film aber nicht. Dementsprechend unvoreingenommen habe ich mich auf die Story eingelassen. Allerdings muss ich konstatieren, dass die Geschichte stark angefangen, dann aber auch ebenso stark nachgelassen hat.
Zunächst mal fand ich die Inszenierung audiovisuell absolut stimmig. Der Score, das Sounddesign, die Bilder – all diese Komponenten haben für mich unglaublich gut harmoniert. Und auch die Schauspieler (allen voran Kate Mara) haben für mich definitiv abgeliefert. Doch je weiter die Handlung vorangeschritten ist, desto öfter hat sie meine Erwartungen enttäuscht.
Möchte man „The Astronaut“ einordnen, lässt sich der Film wohl irgendwo zwischen Sci-Fi, Monster-Horror und Body-Horror verorten. Ich muss ja zugeben, dass ich im Laufe der voranschreitenden Spielzeit irgendwie von einem psychologisch tiefgründigeren Sci-Fi-Drama ausgegangen bin. Dann dachte ich, das Ganze wird so ein klaustrophobisches Ding aus Single-Location-Action und Monster-Horror, während immer wieder Body-Horror-Elemente eingestreut werden. Das Problem ist nur, dass der Film nichts davon konsequent weiterführt und im Grunde nur an der Oberfläche kratzt. Irgendwie will das Drehbuch zu viel.
Am meisten hätte es mich ja überzeugt, wenn „The Astronaut“ so ein reines Monster-Horror-Ding im Stil von „Alien“ geworden wäre. Aber ganz ehrlich? Dafür waren die Effekte einfach zu schlecht, vor allem gegen Ende. Von solch einer Hollywood-Produktion habe ich dann einfach mehr erwartet. Das war schlicht und ergreifend zu wenig.
Gleiches gilt für die „Auflösung“ am Ende, die einfach nur durchwachsen war. War für mich schlicht zu dünn. Was dann auch mein Fazit zu „The Astronaut“ zusammenfasst. Anscheinend waren die Ambitionen größer als das, was am Ende dabei rausgekommen ist. Der Film versucht sich an zu vielen Elementen, ohne wirklich zu wissen, was er eigentlich sein will. Er hat zwar von allem was, von allem aber auch zu wenig. Was bleibt, ist ein halbgarer Genre-Mix, der zu Beginn viel verspricht – von dem er aber leider nicht viel einhalten kann.
Meine Wertung:
