2011 // 10 Jahre – Zauber eines Wiedersehens

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Sponskonaut
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2011 // 10 Jahre – Zauber eines Wiedersehens

Beitrag von Sponskonaut »

So, noch einen alten Film im Urlaub "abgearbeitet", wobei es wirklich keine Arbeit war. [zwinker] Jedenfalls habe ich mir jetzt endlich mal die Komödie "10 Jahre – Zauber eines Wiedersehens" angeschaut und bin (im Nachhinein) doch ziemlich begeistert.


  Handlung
Zehn Jahre nach ihrem Schulabschluss treffen sich fünf Freunde wieder, um an ihrem Klassentreffen teilzunehmen. Dass sich kaum einer von ihnen maßgeblich verändert hat, wird im Laufe des Abends immer klarer. Doch das Wiedersehen ist auch die passende Gelegenheit, um reinen Tisch zu machen.

Was zunächst mal recht unspektakulär klingt, hat mich am Ende dann doch gekriegt. Ich mag solche Geschichten ohnehin immer ganz gerne, wobei ich hier ein paar Startschwierigkeiten hatte, die sich im Laufe der Spielzeit dann aber in Luft aufgelöst haben. Das größte Manko an dem Film ist (leider) tatsächlich die deutsche Synchro. Auch in den Amazon-Rezensionen wird diese zu Recht kritisiert – denn sie klingt wie aus einem schlechten B-Film. Wobei ich es mit der Zeit dann gar nicht mehr so schlimm fand. Aber das war wirklich ein Punkt, der mich nicht gerade gut in die Story hat reinkommen lassen.

Sehr krass finde ich ja die Besetzung, die aus einigen Stars besteht, die (teilweise) damals vielleicht noch nicht so etabliert waren: Channing Tatum, Rosario Dawson, Oscar Isaac, Chris Pratt, Justin Long, Kate Mara, Aubrey Plaza, Anthony Mackie, Ron Livingston, Scott Porter (aus "Ginny & Georgia"). Fand ich jedenfalls auf den ersten Blick sehr cool, diese ganzen Stars auf einem Haufen zu sehen. Und jeder von ihnen macht seine Sache wirklich gut. Dass Chris Pratt komisches Talent hat, zeigt er hier auch schon. [lachen1]

Was die Story angeht, hatte ich tatsächlich auf mehr melancholische Momente gehofft, die dann (etwas verspätet) auch kamen. Aber das ist unter dem Stich zu verschmerzen, da es sich ja angabegemäß um eine Komödie und nicht um ein Drama handelt. Streckenweise "too much" fand ich aber die vielen Handlungsstränge. Streckenweise hatte ich das Gefühl, dass die Macher hier zu viele Charaktere beleuchten wollten, wenn es stattdessen besser gewesen wäre, den Hauptfiguren und ihren Geschichten mehr Zeit einzuräumen.

Eine Storyline hat mich aber spätestens mit einer bestimmten Szene richtig gekriegt – und die Komödie damit dann doch zu einem meiner neuen Lieblingsfilme gemacht. Es geht um die Geschichte zwischen Reeves (Oscar Isaac) und Elise (Kate Mara). Jedenfalls spielt Isaac einen Rockstar oder Singer/Songwriter, der später seinen größten Hit zum Besten gibt. Nur so viel: Der Schauspieler spielt selbst Gitarre und kann auch, wie ich finde, echt passabel singen. Mehr will ich an dieser Stelle aber auch gar nicht verraten. [zwinker] Jedenfalls fand ich diese Szene einfach grandios, süß und herzerwärmend – und hat damit die nicht zu verleugnenden Schwächen des Films für mich fast schon komplett wettgemacht.

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Fazit: Man mag von der deutschen Synchro halten, was man will. Ich für meinen Teil konnte bei der interessanten Prämisse irgendwann locker über diese Schwäche hinwegsehen. Die Darsteller überzeugen durch die Bank und zeigen auch hier schon, warum sie sich in Hollywood etabliert haben. Vor allem aber mag ich auch das Ende und wie die einzelnen Handlungsstränge aufgelöst werden. Hier gibt es nicht das glanzvolle Traumfabrik-Happy-End, sondern eher ein realistisches Szenario ohne den großen Knall.

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"A man is rich in proportion to the number of things which he can afford to let alone.”
- Henry David Thoreau
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