Die Welt, wie wir sie kannten...

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Beitrag von Sponskonaut »

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich bin bei den Lockerungen, die jetzt kommen, echt skeptisch. Tatsächlich habe ich die Befürchtung, dass uns das in nächster Zeit echt auf die Füße fallen wird. Bei uns hat z.B. der MediaMarkt wieder geöffnet, allerdings nur die PC- und die Handy-Abteilung. Alle anderen sind noch gesperrt. Mein Bruder weiß auch noch nicht, wann er wieder anfangen muss. Aber ich denke mal, dass sich das für viele in zwei Wochen entscheiden wird, wenn eine Tendenz zu erkennen ist.

Interessant finde ich ja auch, dass viele Einzelhändler sich nach den aktuellen Lockerungen gewundert haben, dass das Geschäft nicht sofort wieder anläuft. Aber was haben die denn gedacht? Dass der große Konsum nahtlos weitergeht? Natürlich stürmen die Leute in der aktuellen Situation nicht die Möbelhäuser und kaufen sich unnützen Kram. Da viele um ihre Jobs bangen, ist es doch kein Wunder, dass die Leute vorsichtig sind.

Was jetzt passiert, ist aber auch sehr bezeichnend für das System, in dem wir Leben. Da zeigt sich mal wieder ganz deutlich, wer im Kapitalismus die großen Verlierer sind. Das sind vor allem die Leute, die in prekären Arbeitsverhältnissen stecken und/oder in Branchen arbeiten, die es einfach nicht zulassen, dass man Rücklagen bildet. Ich meine, wie kann es sein, dass so viele Menschen nicht mal zwei, drei Wochen überstehen, ohne gleich Existenzängste zu haben? Das zeigt doch unmittelbar auf, woran dieses kapitalistische System krankt. Den Big Playern wird es nach der Krise nicht anders gehen als jetzt - und sie werden mehr denn je auf dieses unsinnige und im Grunde unmögliche ewige Wachstum pochen... Tja, das ich leider generell meine Befürchtung: Viele Kleine werden vor die Hunde gehen, während die Großen umso mehr die Monopolstellungen unter sich ausmachen werden. Und letztlich puffert der Bürger die Krise am Ende finanziell ab, wenn es unumgängliche Steuererhöhungen geben wird. Jedenfalls wird uns die Post-Corona-Zeit noch arg beuteln.

In dem ganzen Wahnsinn versuche ich gerade, die Situation so gut wie möglich zu überstehen. Als allergischer Asthmatiker habe ich diese Woche ein neues Asthmaspray bekommen. Da es Cortison ist, werde ich aber erst in einer Woche sehen, ob es auch hilft. Jedenfalls gehöre ich damit leider zur Risikogruppe und muss erst recht auf mich aufpassen.
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Beitrag von Sponskonaut »

Aktuell wird ja diskutiert, ob die Fußball-Bundesliga ihren Betrieb wieder aufnehmen und zumindest die aktuelle Saison zu Ende spielen darf. Dafür hat die DFL bereits ihre Strategie zur Pandemieabwehr vorgelegt. Welche Gefahren dabei bestehen, wird in diesem Kommentar ganz gut zusammengefasst.

Nun kann ich zwar beide Seiten verstehen, sehe das Ganze aber eher skeptisch und frage mich, wieso der Fußball solch eine Sonderstellung genießen sollte. Aktuell ist ja keiner um Forderungen verlegen, was logischerweise auch Branchen beinhaltet, die noch schlechter dastehen als der Fußball. Klar, dieser Volkssport kann eine gute Ablenkung sein, und sein Einfluss ist auch nicht von der Hand zu weisen, wenn man beispielsweise an das berühmte "Wunder von Bern" denkt. Trotzdem fände ich das Signal, das eine Entscheidung zu Gunsten des Fußballbetriebs aussenden würde, ziemlich bedenklich. Wie seht Ihr das?

Außerdem frage ich mich - und ich spreche da in erster Linie von den Befürwortern -, ob es die Menschen mittlerweile verlernt haben, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Ich meine, Ablenkung bietet sich doch ohne Ende. Ich bräuchte z.B. auch nicht unbedingt Filme oder Serien, um mich zu beschäftigen. Tatsächlich ist mein Konsum diesbezüglich aktuell ziemlich gering. Stattdessen lese ich mehr, nehme Bücher, Magazine und Zeitungen zur Hand oder bin kreativ. Mir ist in der aktuellen Situation wesentlich mehr nach einer Beschäftigung, die Ruhe vermittelt - ich möchte mich eben nicht dauerberieseln oder -beschallen lassen.

Klar, jeder ist da anders, aber wenn Fußballgucken oder eben ein ganz bestimmtes Unterhaltungsmedium so "überlebenswichtig" ist, würde ich mir wirklich mal Gedanken machen. Aber ich glaube, das ist ohnehin ein Phänomen unserer Zeit. Was Unterhaltung betrifft, haben wir ja mittlerweile ein derartiges Überangebot, dass man sich davor kaum noch retten kann. Ich denke, viele und vor allem die jüngeren Generationen werden regelrecht dazu erzogen, nur zu konsumieren, statt auch mal selbst tätig zu werden.

Aber auch beim Thema Profifußball zeigt sich die Problematik des Kapitalismus: Da werden Millionenbeträge für Spielerwechsel transferiert - und trotzdem stehen viele Vereine bereits nach kurzer Zeit quasi vor dem Aus. Wenn einem das nicht mal zu denken gibt, in was für ein System wir uns da haben pressen lassen, was dann?
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Beitrag von Sponskonaut »

Ich muss gestehen, dass ich aktuell ein sehr merkwürdiges Gefühl habe, das mir zu denken gibt. [hmm]

Zwar sind in meinem Umfeld immer mehr Leute so langsam durchgeimpft, aber mir kommt es so vor, als ob alle irgendwie viel zu sehr auf die alte Normalität pochen. Ich würde ja gerne glauben wollen, dass die Menschen aus dieser Zeit ihre Lehren ziehen würden. Aber ich habe eher das Gefühl, als würde man alle Erkenntnisse lieber über den Haufen werfen, nur um bloß keine Veränderungen zulassen zu müssen. Und dieser Eindruck betrifft wirklich alle Bereiche: Politik, Umwelt, Menschlichkeit. Allmählich treibt es die Leute zur altbekannten Routine. Bloß nicht noch mehr reflektieren, sich bloß nicht noch mehr mit sich selbst auseinandersetzen müsse - und so schnell wie möglich "back to normal". Der Großteil der Menschen ist und bleibt lernresistent - und das wird der Untergang der Menschheit und der Erde sein.

Dabei sollte man doch meinen, dass so ein Jahrhundert-Ereignis bei jedem Einzelnen Denkanstöße auslöst. Und nicht nur welche, die ein paar Stunden andauern, bevor man ganz normal weitermacht und gar nichts ändert. Man kann es drehen und wenden wie man will: Im Grunde ist es eh schon zu spät, da helfen die Bemühungen von ein paar Wenigen doch sowieso nichts mehr. Ich wäre wirklich optimistischer, aber was ich da so alles beobachte, stimmt mich einfach nicht hoffnungsvoll.
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Beitrag von MartyMcFly »

Sponskonaut hat geschrieben: Mo 12. Jul 2021, 02:24 Der Großteil der Menschen ist und bleibt lernresistent - und das wird der Untergang der Menschheit und der Erde sein.

Dabei sollte man doch meinen, dass so ein Jahrhundert-Ereignis bei jedem Einzelnen Denkanstöße auslöst. Und nicht nur welche, die ein paar Stunden andauern, bevor man ganz normal weitermacht und gar nichts ändert. Man kann es drehen und wenden wie man will: Im Grunde ist es eh schon zu spät, da helfen die Bemühungen von ein paar Wenigen doch sowieso nichts mehr. Ich wäre wirklich optimistischer, aber was ich da so alles beobachte, stimmt mich einfach nicht hoffnungsvoll.
Du sagst es. Einfach nicht zu glauben. Was ich damals noch dachte, als ich diesen Thread begann, das sich nun vieles ändern könnte....ganz am Anfang...
Nix hat sich geändert...jeder mag noch eher noch mehr vom alten....auch wenn die Umwelt und alles draufgeht...was dieses entscheidende Thema angeht...ein eigenes großes Thema...Die ganzen Klimaziele sind nur Ziele...ich wette das wird alles verfehlt...Es gehört massiv gegengesteuert um das ganze noch unter 1,5/2 Grad zu halten. Aber die Klimaveränderung, wo wir jetzt mittendrin sind, hängt mit sovielen sozialen Aspekten zusammen und da gibt es keine Ländergrenzen...
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Beitrag von Sponskonaut »

MartyMcFly hat geschrieben: Mi 14. Jul 2021, 19:56 Aber die Klimaveränderung, wo wir jetzt mittendrin sind, hängt mit sovielen sozialen Aspekten zusammen und da gibt es keine Ländergrenzen...
Und jetzt brüstet sich die EU mit ihrem "Fit for 55"-Klimapaket... Wann immer man aus den Medien was zu Klimazielen erfährt, denke ich mir immer nur, wie schnell die Jahrzehnte verstreichen. Als ob sich die Natur an solche Zahlenvorgaben halten würde. Aber gut, ich trage zumindest meinen Teil bei und habe mein Konsumverhalten fast schon grundlegend verändert. Ich kaufe kaum noch was online, wir haben kein zweites Auto mehr, weil ich das meiste zu Fuß oder mit den ÖV mache, ich verwende viele gebrauchte Sachen, und überhaupt versuche ich immer, (Plastik)-Müll zu vermeiden, wo es nur geht. Irgendwann kommt man auch an seine persönlichen Grenzen. [hmm]
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Beitrag von Sponskonaut »

Ich schweife jetzt mal ein wenig ab, was das Thema Corona angeht, und hole etwas weiter aus. Aber ist letztlich auch eine Sache, die die veränderte Welt betrifft. Diese Woche wurde bei uns in der Stadt, nur ein paar Ecken weiter, in einer Kleingartensiedlung ein Toter gefunden. Zuerst hieß es, dass die Polizei ein Gewaltverbrechen nicht ausschließen könne, nur zwei Tage später wurde berichtet, dass der Mann erschossen worden sei. [huch]

Nun ist es weiß Gott nicht so, dass ich mich nicht mehr trauen würde, auf die Straße zu gehen, aber es gibt einem schon zu denken. Ich meine, in was für einer Welt leben wir eigentlich, dass solche schrecklichen Dinge mittlerweile sogar in der eigenen Nachbarschaft geschehen? Und sollte man jetzt allzu spät nicht mehr draußen unterwegs sein? Wie gesagt, ich verfalle jetzt nicht in Panik oder lasse mir deshalb meine Freiheiten nehmen. Aber ich sinniere schon darüber, ob wir nicht doch in absehbarer Zeit noch mal umziehen sollten. Unsere Wunsch-Stadt war das hier von Anfang an nicht, eher die einzige Option nach dem Wasserschaden in der alten Bude. Wirklich prickelnd war der Gedanke nicht, hierher zu ziehen. Aber jetzt noch mal einen Umzug? Möglich wäre es, da wir jetzt schon ein Jahr hier sind, was im Mietvertrag die Mindestmietdauer ist. Aber wieder dieser Stress?

So oder so finde ich, dass sich die Welt (abgesehen von der sehr einschneidenden Corona-Pandemie) in den letzten Jahren und Jahrzehnten schon arg verändert hat - und das nicht zum Besseren. Klar, mag auch sein, dass man durch die vielen medialen Kanäle mittlerweile viel mehr mitbekommt als früher. Jedenfalls mache ich mir gerade so meine Gedanken und muss leider sagen, dass mein Weltschmerz durch jede noch so kleine oder große schlechte Nachricht immer weiter befeuert wird...
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Beitrag von MartyMcFly »

Sponskonaut hat geschrieben: So 18. Jul 2021, 04:21 So oder so finde ich, dass sich die Welt (abgesehen von der sehr einschneidenden Corona-Pandemie) in den letzten Jahren und Jahrzehnten schon arg verändert hat - und das nicht zum Besseren. Klar, mag auch sein, dass man durch die vielen medialen Kanäle mittlerweile viel mehr mitbekommt als früher. Jedenfalls mache ich mir gerade so meine Gedanken und muss leider sagen, dass mein Weltschmerz durch jede noch so kleine oder große schlechte Nachricht immer weiter befeuert wird...
Ich glaube leider es gibt kaum mehr einen Ort auf der Welt, wo irgendwas nicht passieren kann...
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Beitrag von Sponskonaut »

MartyMcFly hat geschrieben: Mo 26. Jul 2021, 15:58 Ich glaube leider es gibt kaum mehr einen Ort auf der Welt, wo irgendwas nicht passieren kann...
Wohl wahr.

Mittlerweile vermeide ich es, mir diese "Weltschmerz-Trigger" anzutun. Mir ist bewusst, dass das alles passiert, auch in meiner unmittelbaren Umgebung. Aber ich will mich medial auch nicht vollpumpen lassen. Deswegen lese ich eigentlich keine News-Seiten mehr und habe nur noch die App vom Deutschlandfunk installiert. Die bringen wirklich nur die wichtigsten Nachrichten und das ganz ohne Werbung. Ist echt eine Wohltat. Andere News-Seiten tue ich mir gar nicht mehr an, irgendwelche Kommentare und Diskussionen erst recht nicht. Führt einfach zu nichts. Und je bewusster ich das umsetze, umso besser geht es mir - ist tatsächlich so.
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Re: Die Welt, wie wir sie kannten...

Beitrag von Sponskonaut »

Heute war ich ausnahmsweise mal sehr früh einkaufen, genauer gesagt bin ich schon um kurz nach 7 aus dem Haus. Der LIDL öffnet bei uns nämlich um diese Uhrzeit, also dachte ich mir, "der frühe Vogel"...

Jedenfalls kam ich in den Markt und sah das Bild, das ich schon erwartet hatte: kaum noch jemand mit Maske. Gut, die Beschränkungen sind gefallen, trotzdem steht es ja jedem frei, die Dinge weiter zu tragen. Ich für meinen Teil mache das auch noch, schon allein wegen des Medikaments, das ich spritzen muss. Denn das kommt ursprünglich aus der Krebsbehandlung und sorgt dafür, dass die weißen Blutkörperchen abnehmen. Was nichts anderes bedeutet, als dass meine Immunabwehr arg runtergefahren wird.

Was ich damit nur sagen will: Ich trage die Masken nach wie vor nicht nur für mich selbst, sondern auch, um andere zu schützen. Aber wie man ja sieht, sehen das die meisten Leute anders. Wahrscheinlich auch aus dem Grund, weil sie eben nicht einsehen, dass sich die Welt verändert hat. Und vielleicht auch, weil sie Angst vor Veränderungen haben. Bloß nichts ändern und schnellstmöglich alles zurück zum Alten... Das belegt auch mal wieder, dass die Menschen unbelehrbar sind und nach wie vor erst mal nur an sich selbst denken. Traurig.
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Re: Die Welt, wie wir sie kannten...

Beitrag von MartyMcFly »

Sponskonaut hat geschrieben: Di 17. Mai 2022, 11:04 Heute war ich ausnahmsweise mal sehr früh einkaufen, genauer gesagt bin ich schon um kurz nach 7 aus dem Haus. Der LIDL öffnet bei uns nämlich um diese Uhrzeit, also dachte ich mir, "der frühe Vogel"...

Jedenfalls kam ich in den Markt und sah das Bild, das ich schon erwartet hatte: kaum noch jemand mit Maske. Gut, die Beschränkungen sind gefallen, trotzdem steht es ja jedem frei, die Dinge weiter zu tragen. Ich für meinen Teil mache das auch noch, schon allein wegen des Medikaments, das ich spritzen muss. Denn das kommt ursprünglich aus der Krebsbehandlung und sorgt dafür, dass die weißen Blutkörperchen abnehmen. Was nichts anderes bedeutet, als dass meine Immunabwehr arg runtergefahren wird.
Du sagst es, ich beobachte auch, dass kaum mehr jemand Maske trägt. Ich habe, seit es die Masken gibt, sie auch immer getragen, egal ob grad Pflicht war oder nicht, so werde ich und wir es auch beibehalten. Es hilft ja auch gegen andere Viren und Infektionen und natürlich schützt man auch andere. Das blödste und dümmste finde ich, wenn dich jemand blöd anschaut, weil man einer der wenigen ist, die Maske tragen. Hoffe das wird nicht so.
Sponskonaut hat geschrieben: Di 17. Mai 2022, 11:04 Was ich damit nur sagen will: Ich trage die Masken nach wie vor nicht nur für mich selbst, sondern auch, um andere zu schützen. Aber wie man ja sieht, sehen das die meisten Leute anders. Wahrscheinlich auch aus dem Grund, weil sie eben nicht einsehen, dass sich die Welt verändert hat. Und vielleicht auch, weil sie Angst vor Veränderungen haben. Bloß nichts ändern und schnellstmöglich alles zurück zum Alten... Das belegt auch mal wieder, dass die Menschen unbelehrbar sind und nach wie vor erst mal nur an sich selbst denken. Traurig.
Absolut. Unbelehrbar. Das ist das fatale. Nur zurück zum alten sch***. Weiter das Klima anheizen, weiter die Umwelt zerstören, weiter all der Mist. Weiter, nicht dazulernen. Weiter verdrängen. Ja, es ist auch Angst, aber auch große Bequemlichkeit und Verstandlosigkeit. Es müsste sich radikal wirklich sehr viel verändern, der Mensch muss, müsste sich überall zurücknehmen um vieles nicht nur zu erhalten, sondern auch wiederherzustellen, was schon zerstört wurde. Ich bin bissl abgeschweift...Ja und das schlimme daran, man ist Teil dieses Systems, wo man, aus bestimmten Gründen auch immer, auch nicht ausbrechen kann, ob finanziell oder andere Gründe....Man kann selbst viel machen, absolut. Aber man kann es nicht alleine.
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